[Review] Resident Evil 5

Resident-Evil-5

Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Plattform: PlayStation 4 (Testplattform), PlayStation 3, Xbox One, Xbox 360, PC
Release: 28. Juni 2016
Das Spiel wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Darauf haben wir gewartet! Resident Evil 5, einer der beliebtesten Titel der Reihe, wurde nun neu aufgelegt und auf PlayStation 4 und Xbox One portiert. Ob es sich lohnt, die Portierung des Zombie-Survival Klassikers zu kaufen, werden wir uns hier mal genauer anschauen. Eines ist mir aber direkt aufgefallen: es sieht ziemlich hübsch aus!

Der Protagonist Chris Redfield wird im Auftrag der Bio-Terrorism Security Assessment Alliance, auch BSAA genannt, in die afrikanische autonome Zone Kijuju geschickt, um den Waffenhändler Ricardo Irving zu finden. Er handelt mit Bio-Organischen Waffen und Viren zur biologischen Kriegsführung, die aus den Vorgängerspielen bereits bekannt sind. In Kijuju trifft Chris auf die afrikanische BSAA-Agentin Sheva Alomar. Sie schloss sich der BSAA an, da ihre Eltern bei einem Zwischenfall in einem Labor der Umbrella Corporation ums Leben kamen.

Theoretisch lässt sich in den Ladebildschirmen des Spiels die Vorgeschichte nachlesen. In der Praxis lädt das Spiel aber so schnell, dass ich keine Zeit hatte, die einzelnen Textfragmente komplett zu lesen. Das bedeutet: Wenn sich jemand für die Vorgeschichte interessiert, muss er sie sich auf anderem Wege beschaffen.

Wie wir es bereits aus den anderen Spielen der Reihe kennen, steuert man den Protagonisten aus der Third-Person-Perspektive. Außerdem ist das Spiel auf den Kooperationsmodus beschränkt, das bedeutet, dass es zwei spielbare Charaktere (Chris und Sheva) gibt, die immer zusammen sind und gemeinsame Aufgaben erfüllen müssen. Der zweite Charakter wird entweder durch die KI, durch einen Freund am zweiten Controller, oder durch einen Freund über das Internet gesteuert. Aber darauf kommen wir später nochmal zurück.

Anfängliche Steuerprobleme

Die Steuerung ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, ich habe recht lange gebraucht, bis ich mit der Steuerung klar gekommen bin. In einem Spiel, in dem die Steuerung wirklich das A und O ist, ist das natürlich eher suboptimal. So kam es vor, dass ich ziemlich oft bei der ersten Horde von Zombies gestorben bin. Es gibt vier verschiedene (vorgegebene) Steuerungsarten, was bedeutet, dass man kann die Steuerung nicht individuell anpassen kann, was ebenfalls schade ist. Jedoch kann man sich ja die Steuerungsarten anschauen und die beste für sich wählen. Was ich aber ziemlich gut finde, ist die Tatsache, dass die Kamera immer hinter dem Charakter bleibt und somit eine irreführende Kameraführung ausschließt.

Die Schwierigkeit des Spieles ist vor dem Beginn wählbar. Es gibt die Schwierigkeitsgrade Amateur (Einfach), Normal, Veteran (Schwer) und Professionell (Sehr schwer). Letzteres schaltet man frei, sobald man das Spiel im Schwierigkeitsgrad Veteran ein Mal durchgespielt hat.

Außerdem gibt es sammelbare Gegenstände. Und davon wirklich viele. Es gibt außer Munition und Kräutern, die einen Heilen können, noch Artefakte und Geld zu finden. Geld kann man in Kisten finden, jedoch kann es auch passieren, dass ein Zombie, den man vernichtet, ebenfalls Geld fallen lässt. Artefakte können einfach zufällig herumliegen, oder in Truhen gefunden werden. Die Artefakte kann man zwischen den Kapiteln im Laden verkaufen und man erhält Geld. Mit dem Geld kann man Munition, Heilungssprays, Granaten und neue Waffen kaufen. Waffen kann man jedoch auch in den verschiedenen Levels finden.

Das Spiel hat, wie man es bereits aus den Vorgängern kennt, teilweise eine düstere und bedrückende Atmosphäre, was ich echt gut finde. Ein Zombie-Survival-Spiel muss natürlich eine gewisse Atmosphäre haben, die dem Spieler ohne viel zu spielen klar macht, dass es ein Zombie-Spiel ist. Und das finde ich in Resident Evil 5 erstaunlich gut gelungen!

Die KI

Das Problem in vielen Kooperationsspielen ist, wie ihr vielleicht wisst, die KI des Partners. In vielen Spielen weiß der KI-Spieler nicht genau, was er tut: er schießt ständig daneben, steht nur im Weg rum und so weiter. Ihr kennt das. Aber ich muss sagen, dass ich in Resident Evil 5 keinerlei Probleme mit dem KI-Spieler hatte. Ich hatte das Gefühl, dass die KI ganz genau weiß, was sie tut. Fast jeder Schuss von ihr sitzt, sie rettet den Spieler, wenn er kurz davor ist zu sterben, sie sammelt Munition und andere sammelbare Gegenstände ein, die man als Spieler beispielsweise übersieht. Und das Beste ist: die KI steht einem nicht im Weg rum! Und falls doch, kann man den Charakter einfach wegschieben!

Jedoch gibt es eine Sache, die mich am KI-Spieler gestört hat: er läuft öfter einfach voraus, was mich oft in die Lage gebracht hat, dass ich mich gefragt habe, wo er sich nun eigentlich aufhält, wie genau er dort hingekommen ist, beziehungsweise, wie ich dort hinkommen könnte. Wenigstens gibt es eine Karte, die dir die genauen Wege zeigt, die man gehen kann.

Auch wenn ich die KI des Spielers ziemlich angenehm finde, sollte man sich einen Freund schnappen und das Spiel zusammen lokal oder online im Koop spielen. Das macht wesentlich mehr Spaß und man kann besser absprechen, wer was zu tun hat. Außerdem ist das Spiel für den Multiplayer-Modus wie gemacht, was man ausnutzen sollte!

Das Spiel bietet euch nur die englische Synchronisation an. Jedoch gibt es die Möglichkeit, die Untertitel und Texte auf verschiedene Sprachen, darunter Deutsch, zu stellen. Die Synchronisation der Charaktere ist dieselbe wie bei den alten Versionen von 2009. Sie hat mir damals schon irgendwie nicht gefallen, und das tut sie heute auch nicht wirklich. Es hört sich so an, als würden ein paar der Sprecher durch ein relativ schlechtes Mikro sprechen, jedoch ist das nur meine Meinung. Es gibt sicherlich viele Leute, denen die Synchro des Spiels gefällt.

Bonus!

Das Remake beinhaltet übrigens alle bisher veröffentlichten herunterladbaren Inhalte, „In Albträumen verloren“ und Story-Erweiterungen zu „Eine verzweifelte Flucht“, einen Versus-Modus, zusätzliche Figuren und vier Kostüme, sowie den Modus „Keine Gnade“, die bei den Spielern sehr beliebten Modi „Die Söldner“ und „Das Söldnertreffen“. Außerdem ist mit „Die vereinten Söldner“ ein ganz neuer Modus dabei. Doch was die einzelnen Modi zu bieten haben, solltet ihr bei Interesse selbst ausprobieren, denn ich möchte niemandem zu viel vorweg nehmen!

Resident Evil 5 hat viele positive, jedoch auch einige negative Aspekte, über die man diskutieren kann. Aber ich habe das Spiel dennoch durchgespielt, da mir das Spiel trotz einiger negativen Aspekte echt verdammt gut gefallen hat und das ist für mich die Hauptsache: Spaß! Ich finde, jeder sollte dem Spiel eine Chance geben und selbst entscheiden, wie er es findet. Wer Zombie-Survival-Spiele mag, wird mit Resident Evil 5 aber sicherlich nichts falsch machen.

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