The Legend of Kusakari

Entwickler: Nnooo
Publisher: Nnooo
Plattform: Nintendo 3DS
Release: 25. August 2016
Das Spiel wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Hätten wir uns in Zelda-Spielen nicht alle jemanden gewünscht, der das ganze Gras für uns schneidet, damit wir uns auf das Bekämpfen böser Monster konzentrieren können? Ich nicht. Für mich gehörte das Geschnibbel immer dazu und es hat natürlich auch Spaß gemacht, da ich meist mit Herzen und Rubinen reichlich dafür belohnt wurde. Beides ist in The Legend of Kusakari nicht der Fall.

Der Fokus liegt hier einzig und allein auf dem Schneiden von Gras. Die Krieger in Kusakari sind wohl faul geworden. Während sie die Monster bekämpfen, überlassen sie das Mähen dem tapferen Schnetzler Shiba Kari. In über 50 Leveln kürzen wir als ebendieser den Rasen und sollten es dabei vermeiden, den anderen Kriegern oder Monstern zu nah zu kommen. Andernfalls verlieren wir Energie, von der Shiba ohnehin schon nicht allzu viel besitzt. Schon das bloße Herumlaufen und Grasschneiden kostet schließlich.

Glücklicherweise gibt es vereinzelt auch blaues Gras, das die Energieherzen wieder auffüllt. Ob Shiba das Gras einfach nur schneidet oder damit noch etwas Anderes anstellt, sei hier einfach mal dahingestellt. Das Spiel ist schließlich ab sechs Jahren freigegeben. Dass man selbst die Monster nicht bekämpfen kann, ließ mich beim Spielen teilweise wirklich frustriert zurück. Als Zelda-Fan – oder auch als Videospieler allgemein – ist da dieser Urinstinkt in mir, der mir sagt: »Töte die Monster!« Aber es geht leider nicht.

In diesem als Hommage an The Legend of Zelda ausgelegten Spiel wurde also ein Element herausgenommen und hier zu einem kompletten Spielkonzept aufgeblasen. So süß ich die Idee auch finde, musste ich leider feststellen, dass Grasschneiden alleine auf Dauer dann doch nicht so spaßig ist. Wer hätte das ahnen können?

Die Level sind zwar so aufgebaut, dass sie mit der Zeit wirklich fordernd werden, aber es fühlt sich eben doch nur wie stumpfsinnige Arbeit an und bietet keinen Spaß. Schade. Das hätte man vielleicht umgehen können, wenn man eine Art Belohnungssystem eingebaut hätte. Aber die reine (Online-)Highscore- und Achievement-Jagd ist in diesem Fall leider nicht Motivation genug. Da hilft dann auch die schon nach wenigen Minuten ziemlich enervierende Hintergrundmusik nicht mehr.

So, yeah. Süße Idee, leider langweilige Umsetzung. Auch für 5 Euro keine Empfehlung wert. Da entferne ich lieber das Unkraut von meinem Feld in Harvest Moon und habe das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben.