Nintendo Badge Arcade – Langsam wird es lächerlich!

Nintendo Badge Arcade

Offenbar weiß Nintendo um meine Schwäche für süße Kuschelhasen, denn mit genau solch einer Figur versuchen sie mir, das Geld abzuknöpfen. Mit der kostenlosen App Nintendo Badge Arcade lassen sich in klassischen Greifspielen (Ihr wisst schon, diese Automaten auf dem Jahrmarkt, mit denen man nie etwas gewinnt) Marken sammeln. Diese Marken wiederum können dann dekorativ im Home-Menü platziert werden. Zusammen mit entsprechenden Designs kann das dann optisch durchaus etwas her machen.

Der Haken an der Sache: Nintendo lässt sich den Spaß bezahlen. Während die ersten fünf Versuche noch gratis sind (Ihr kennt das von eurem Heroin-Dealer), kosten danach jede weiteren fünf Versuche 1 Euro. Den Gefallen habe ich Nintendo natürlich nicht getan. Jeder, der dafür Geld ausgibt, ist ein Teil des Problems. Diese fünf Versuche sind innerhalb weniger Sekunden verbraucht. Selten hatte man das Gefühl, in so kurzer Zeit so viel Geld verbrennen zu können. Wobei Geld verbrennen in diesem Fall vermutlich die sinnvollere Alternative wäre, gerade im Winter. Der Preis ist im Vergleich zu dem, was man bekommt, einfach unverschämt hoch. Das sind ja Zustände wie bei Candy Crush! Wer tatsächlich Geld investiert, hat immerhin die Möglichkeit, Freiversuche zu gewinnen. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. Besondere Designs für das Home-Menü gibt es auch, allerdings nur im Rahmen bestimmter Aktionen und auch nur, wenn man in diesem Rahmen eine bestimmte Anzahl an Versuchen kauft. Wahnsinn!

Immerhin gibt es die Möglichkeit, ein Mal pro Tag am Trainingsautomat Gratis-Versuche zu erspielen. Ich sage ja nicht, dass ich alles immer gratis bekommen möchte, aber für diese Badges, die einfach null Komma gar keinen Gegenwert besitzen, so viel Geld zu verlangen, ist einfach eine bodenlose Frechheit, über die ich mich den ganzen Tag aufregen könnte.

Wenn man anfangs den Hasen in der Arcade-Halle fragt, warum das denn Geld kostet, erklärt er, dass diese Badges ja schließlich auch etwas in der Herstellung kosten. Und genau das möchte ich an dieser Stelle einfach mal bezweifeln. Ganz stark. Ich bin generell sehr gespannt, wie Nintendo sich im Free-2-Play-Markt auf seinen Konsolen und auf Smartphones behaupten wird (Mit Pokémon Shuffle haben sie beispielsweise schon gezeigt, dass das ganz gut funktionieren kann), aber in diesem Fall hat Nintendo mich stark enttäuscht. Ich möchte hier noch mal die Aufforderung von Jim Sterling verbreiten: Tötet den Hasen!

[Review] Yoshi’s Woolly World

yoshi

Entwickler: Good-Feel Inc.
Publisher: Nintendo
Plattform: Wii U
Release: 26. Juni 2015

Kamek ist das, was man landläufig eine Bitch nennt. Ein zwielichtiger Hexer auf einem Besen, der sich der Gefolgschaft Bowsers angeschlossen hat. Eines Tages überrascht er die friedvollen Woll-Yoshis auf ihrer Insel und dröselt sie alle auf. In Portionen von jeweils fünf Wollknäueln verteilt er sie auf die unterschiedlichen Level, und es liegt nun an uns, mit dem einzig verbliebenen Yoshi die anderen zu retten.

Es besteht die Chance, dass ich das in diesem Text häufiger erwähne, aber Yoshi’s Woolly World ist vermutlich das süßeste Spiel ever, auch von allen, die da noch kommen werden. Das fängt an mit den verschiedenen Yoshis, die man durch das Sammeln sämtlicher Wolle in den Leveln freischalten kann. Wer sich zum Beispiel nicht auf der Stelle in Melonen-Yoshi verliebt, hat offenbar kein Herz. Aber auch sonst gibt es noch viele bunte Alternativen, zwischen denen man sich oft kaum entscheiden kann.

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Verloren im Nintendo-Tower: Max und Patti auf dem Post-E3-Event

Einladungen von Nintendo nimmt man ja grundsätzlich gerne an. Also haben Max und ich uns auf den Weg nach Frankfurt gemacht, um ein paar der kommenden Titel anzuzocken. Nachdem ich es aus Staugründen leider nicht rechtzeitig nach Köln geschafft hatte und wir so unseren Fernbus verpasst haben, sind wir also mit dem Auto gefahren. Da Max aber für beste Unterhaltung gesorgt hat (Danke, Spotify!), verging die Zeit wie im Flug. Und das, obwohl wir im Auto saßen.

Nintendo Sitzecke

Wie hoch das Nintendo-Gebäude in Frankfurt genau ist, weiß ich nicht. Es hat aber mindestens 15 Stockwerke. Warum ich mir da so sicher bin? Nun ja. Die Aufzüge sind etwas merkwürdig. Es gibt weder außen noch innen irgendwelche Knöpfe, mit denen sich der Aufzug hätte rufen lassen, und so sind wir einfach einem Mann gefolgt, der gerade einen der Aufzüge betrat. Eigentlich wollten wir in den zweiten Stock, doch der Aufzug machte nicht eher Halt, ehe er im 15. Stock angekommen war. Der fremde Mann verschwand hinter einer Glastür und war seitdem nie wieder gesehen.

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[Review] Kirby und der Regenbogen-Pinsel

Vergesst alles, was ihr je aus Knete gebaut habt, und schaut euch das hier an!

Kirby und der Regenbogen-Pinsel

Entwickler: HAL Laboratory, Nintendo
Publisher: Nintendo
Plattform: Wii U
Release: 8. Mai 2015
Das Spiel wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Mit Kirby habe ich mich in der Vergangenheit nicht unbedingt viel beschäftigt. Um genau zu sein, war der Regenbogen-Pinsel mein erstes Kirby-Spiel. Das erklärt vermutlich auch, warum in meinem Kopf noch das Vorurteil vorhanden war, Kirby sei wirklich nur etwas für kleine Kinder ohne viel Anspruch. Nun weiß ich nicht, wie es bei älteren Titeln aussieht, aber in Sachen Regenbogen-Pinsel sollte ich mich gewaltig getäuscht haben.

Eines schönen Tages, unsere rosa Knutschkugel ist gerade im Begriff, einen saftigen Apfel zu verspeisen, öffnet sich der Himmel und ein bis dato unbekannter Bösewicht raubt der Welt die Farbe und verwandelt alles und jeden in Stein. Bevor sich das Loch wieder schließt, schafft es eine feenartige Gestalt in Form des Regenbogen-Pinsels gerade noch heraus und haucht – verfolgt von zwei riesigen Händen – Kirby und seinem Freund wieder Leben ein. Den versteinerten Apfel bedenkt sie dabei leider nicht, weshalb Kirby darauf wohl noch ein wenig warten muss. Schade.

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