Vita brevis, ludum longum – Videospiele und Kunst

The game is fun.
The game is a battle.
If it’s not fun – why bother?
If it’s not a battle – where’s the fun?
Reggie Fils-Aimé, Nintendo of America

Videospiele sind Kunst. Alle. Oder zumindest manche, andere weniger. Das ist auch okay. Nein, ist es nicht. Videospiele sollten endlich als Kunst anerkannt werden! Aber sie sind es doch so oder so? Tut das überhaupt Not? Was heißt “Kunst sein”? Was verändert sich, wenn Videospiele Kunst sind?

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Re: Warum ein Pokémon-Spiel mit allen sechs Regionen nicht funktionieren würde

Pokémon Logo

Mein gestriger Artikel hat deutlich mehr Feedback bekommen, als ich es mir ursprünglich ausgemalt hatte. Relativ viele Personen haben verschiedenste Vorschläge unterbreitet, wie solch ein großes Pokémon-Spiel doch irgendwie in die Tat umsetzbar sei. Ich hatte im Nachhinein das Gefühl, gerade in Bezug auf die Kommentare, mich an einigen Stellen nicht klar genug ausgedrückt zu haben, was ich jetzt gerne, mit Einbindung eurer Ideen, richtigstellen möchte.

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Warum ein Pokémon-Spiel mit allen sechs Regionen nicht funktionieren würde

Pokémon Logo

Wie den meisten von euch bekannt sein sollte, wurde vor kurzem die siebte Pokémon-Generation in Form von Sun und Moon angekündigt. So sehr mich diese Ankündigung auch gefreut hat, sah ich mich wieder mal mit einem Problem – oder besser gesagt einer Forderung – zahlreicher Fans konfrontiert: „Nintendo soll endlich mal ein Spiel entwickeln, in dem man alle sechs Regionen bereisen kann!“

So nachvollziehbar dieser Wunsch auch ist, so wenig lässt er sich realisieren. Grund dafür sind zwei Dinge: Das „Schnapp’ sie dir alle“-Konzept und das Levelcap. An dieser Stelle kann ich mir schon denken, dass einige vorm Bildschirm sitzen und sich fragen, ob ich zu viel Lösungsmittel geschnuppert, oder mein Gesicht zu lange in Richtung einer Mikrowelle gehalten habe. Aber lasst mich das erklären.

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Gott ist tot: Religionskritik in Final Fantasy X

Der folgende Artikel enthält viele Spoiler zu „Final Fantasy X“. Falls ihr es noch spielen wollt, solltet ihr nicht weiterlesen.

Final_Fantasy_X_Logo

 

Vorwort

Ursprünglich hatte ich vor, einen Rückblick über „Final Fantasy X“ zu schreiben, in dem ich darauf eingehen wollte, weshalb „Final Fantasy X“ in meinen Augen eines der besten PlayStation-2-Spiele, sowie einer der besten Final-Fantasy-Teile ist. Vor kurzem fand in meiner Twitter-Timeline eine Diskussion über Politik in Videospielen statt. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um diese auf Religion – am Beispiel „Final Fantasy X“ – auszuweiten. Dabei fiel mir auf, dass es mir deutlich leichter fällt, allein über dieses Thema zu schreiben, zumal ein großer Fokus des Rückblicks genau darauf liegen sollte. Deshalb möchte ich in den folgenden Zeilen darauf eingehen, inwiefern in „Final Fantasy X“ Religionskritik ausgeübt wird, beziehungsweise welche religiösen Thematiken und Symbole aufgegriffen wurden.

Sin

Sin ist das zentrale Element der Handlung in „Final Fantasy X“. Während des großen Maschina-Krieges, der 1000 Jahre vor der eigentlichen Handlung des Spiels stattfand, kämpften die beiden Städte Zanarkand und Bevelle gegeneinander. Während Bevelle auf die Maschina setzte, verteidigten Beschwörer mit ihrer Magie Zanarkand. Als klar wurde, dass Zarnarkand dem Untergang bevorstand, versammelte Yu Yevon, das Oberhaupt der Stadt, die überlebenden Bürger, um diese in Fayth zu verwandeln. Somit konnte er, auf Basis der Erinnerungen der Fayth, eine spektrale Version von Zanarkand erschaffen und die Stadt an einen abgelegenen, sicheren Ort verfrachten. Währenddessen kreierte er Sin als eine Rüstung, um sich während der Beschwörung des spektralen Zanarkands zu schützen.

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