The future’s future’s future – Unser Fazit zur E3 2017

Es wurde auch langsam Zeit! Drei Wochen sind inzwischen vergangen, seit die Electronic Entertainment Expo in Los Angeles ihre Pforten schloss und uns aus einem der hektischsten Wochenenden des Jahres entließ. Jene Veranstaltung, die wie kaum eine andere im Gaming-Bereich Hype und Enttäuschung, Begeisterung und Verzweiflung, “einen geregelten Biorhythmus anstreben” und “um 5:30 Uhr früh Mountain Dew trinken” miteinander vereint.

Was passiert ist, was wir gesehen oder nicht gesehen haben, das ist mittlerweile hinlänglich festgehalten. Jedoch: als hätte uns das je davon abgehalten, unseren Senf dazuzugeben! Daher wollen auch wir bei dieser Gelegenheit noch einmal Bilanz ziehen und rekapitulieren, was uns gefreut oder frustriert hat und was wir persönlich von der diesjährigen Messe mitgenommen haben.

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Verloren im Nintendo-Tower: Max und Patti auf dem Post-E3-Event

Einladungen von Nintendo nimmt man ja grundsätzlich gerne an. Also haben Max und ich uns auf den Weg nach Frankfurt gemacht, um ein paar der kommenden Titel anzuzocken. Nachdem ich es aus Staugründen leider nicht rechtzeitig nach Köln geschafft hatte und wir so unseren Fernbus verpasst haben, sind wir also mit dem Auto gefahren. Da Max aber für beste Unterhaltung gesorgt hat (Danke, Spotify!), verging die Zeit wie im Flug. Und das, obwohl wir im Auto saßen.

Nintendo Sitzecke

Wie hoch das Nintendo-Gebäude in Frankfurt genau ist, weiß ich nicht. Es hat aber mindestens 15 Stockwerke. Warum ich mir da so sicher bin? Nun ja. Die Aufzüge sind etwas merkwürdig. Es gibt weder außen noch innen irgendwelche Knöpfe, mit denen sich der Aufzug hätte rufen lassen, und so sind wir einfach einem Mann gefolgt, der gerade einen der Aufzüge betrat. Eigentlich wollten wir in den zweiten Stock, doch der Aufzug machte nicht eher Halt, ehe er im 15. Stock angekommen war. Der fremde Mann verschwand hinter einer Glastür und war seitdem nie wieder gesehen.

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Nintendos Post-E3-Event aus der Sicht eines Gelegenheitsspielers

Post-E3-Event

Ich stell mich mal kurz vor: Ich bin Johannes und seit 2013 stolzer Besitzer meiner ersten Spielekonsole. Da musste natürlich ein Kracher her, klar – die Wii U. Eine Konsole, die auf den ersten Blick in der Grafik versagt und zu Beginn keiner so recht weiß, warum man einen zweiten Bildschirm auf einem GamePad benötigt. Auf den zweiten Blick stellt es sich allerdings als kleines Schätzchen heraus. Gerade das besondere Gameplay überzeugt.

Meinen ersten Auftritt in der Nintendo-Pressewelt hatte ich in einer Podcast-E3-Nachbesprechung, als ich Kirby als „langweiligen rosa Ball” beleidigte. Es ist halt nicht einfach, manche Charaktere zu verstehen, wenn die eigene Spielewelt aus Brettspielen und iOS-Puzzlespielen besteht. Kennt ihr Candy Crush? Naja, egal.

So. Warum liest du diesen Kommentar? Achja, richtig – da stand etwas mit Post-E3-Event von Nintendo in der Überschrift und über Neuerungen will man ja jetzt alles wissen. Also: Ich, neu in der Welt von Nintendo… (klar hab ich vorher schon mal bei anderen auf der Wii Tennis gespielt). Also neu in der Nintendowelt wurde ich von GameFusion zum Post-Event mitgeschleift.

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[Preview] Yoshi’s Woolly World

Yoshis-Woolly-World

Seit der Ankündigung von Yoshi’s Woolly World (damals noch unter dem Arbeitstitel Yarn Yoshi) auf der E3 im letzten Jahr hat man von diesem Titel nicht mehr viel gehört. Gar nichts, um genau zu sein. Umso glücklicher war der Ausdruck auf meinem Gesicht, als im Rahmen des Digital Events von Nintendo auf der diesjährigen E3 endlich neues Material gezeigt wurde.

Wer damals Kirby und das magische Garn gespielt hat, hat vermutlich direkt ein Bild vor Augen, wie ein Yoshi-Ableger dieses Konzepts aussehen könnte. Dieses Bild muss man jetzt nur noch ordentlich aufhübschen, auf HD-Optik bringen und noch mal einen ordentlichen Eimer Cuteness darüber ausschütten. Dann kommt man einigermaßen an das heran, was Yoshi’s Woolly World ist, inklusive mehr Spielereien und einem höheren Schwierigkeitsgrad.

Wer von beiden Spielen noch nie etwas gehört hat, stellt sich einfach Yoshi’s Island vor und verwandelt alle Figuren und die Umgebung in Objekte aus Wollfäden. Das klingt nicht nur unglaublich süß, das ist es auch. Von diesem Konzept wird natürlich auch vernünftig Gebrauch gemacht. Gegner können verschluckt und dann als Wollknäuel hinten ausgeschieden als Wurfgeschoss gegen andere Gegner, die sich nicht so einfach schlucken lassen, verwendet werden. Manche Gegner werden auch mit der Wolle eingewickelt und damit unbeweglich gemacht, damit man sie dann zum Beispiel mit einem gekonnten Sprung vernichten kann. Die guten alten Eier sind diesmal also nicht vertreten. Wer die bunten Wollkugeln richtig einsetzt, kann beispielsweise Plattformen, die vorher keinen Boden hatten, mit Wolle umspannen und sie so auch endlich als solche benutzen.

yoshis-woolly-world-boss

Auch mit dem Rest der Umgebung kann viel interagiert werden. Häufig müssen an bestimmten Stellen Fäden gezogen werden, damit sich neue Wege eröffnen. Das macht Yoshi dann ganz easy mit seiner multifunktionalen Zunge. Dabei gibt es wieder unzählige Geheimnisse zu lüften und Items einzusammeln. Beispielsweise sind in jedem Level fünf der fröhlichen Blumengesichter sowie drei besondere Wollbündel zu finden. Das alleine erhöht auf jeden Fall schon mal den Schwierigkeitsgrad, zumindest wenn man zu den Leuten gehört, die immer alle Level zu 100% durchspielen möchten.

Aber auch so soll laut Aussage von Nintendo Yoshi’s Woolly World deutlich schwieriger werden als zum Beispiel Kirby und das magische Garn. In den spielbaren Demo-Leveln habe ich persönlich nicht ganz so viel davon gemerkt. Trotzdem machten die Level sehr viel Spaß. Dazu muss vielleicht gesagt werden, dass wir die Level im Multiplayer gespielt haben, was ebenfalls eine Neuerung ist. Zu zweit ist man hier deutlich flexibler unterwegs. Der Partner kann zum Beispiel verschluckt und dann selbst als Wollgeschoss an schwierig zu erreichende Orte befördert werden.

Optisch ist Yoshi’s Woolly World sicher einer der interessanteren Titel. Man kann gar nicht anders, als diesen Woll-Look in HD-Optik einfach nur zuckersüß zu finden und sich auf der Stelle darin zu verlieben. In Sachen bunter HD-Grafik macht Nintendo vermutlich niemand so schnell etwas vor. Zum Glück versorgt uns Nintendo dieses Jahr noch mit einigem an Software, sonst wäre es wohl unerträglich, dass der Titel erst 2015 erscheinen wird.

Herzlichen Dank an Nintendo für die Einladung zum Post-E3-Event nach Frankfurt.

[Preview] Captain Toad: Treasure Tracker

captaintoadOffenbar liest man bei Nintendo fleißig GameFusion. In meinem Review zu Super Mario 3D World habe ich noch gesagt, dass es dieses Minispiel-Konzept durchaus verdient hätte, als eigenständiges Spiel veröffentlicht zu werden. Und siehe da, auf der nächsten E3 kündigen sie es schon an. Liebe Grüße an alle Mitlesenden von Nintendo.

Wie schon in Super Mario 3D World muss unser kleiner Toad wieder in verschiedenen Level kleine Kristalle einsammeln und das Ziel erreichen. Das Problem: Der süße Toad hat nicht unbedingt die coolsten Moves drauf und kann im Grunde eigentlich nur laufen und etwas schneller laufen. So muss er sich nun, nachdem man sich mit Hilfe des rechten Analog-Stick einen Überblick über das Level verschafft hat, seinen Weg durch die Level bahnen, die hier natürlich wesentlich anspruchsvoller sind als damals noch in Minispiel-Form für zwischendurch. Man sollte sich übrigens ständig umschauen, da gewisse Wege und Items überhaupt erst nur dann sichtbar werden, wenn man das Level aus einer bestimmten Perspektive betrachtet.  Man muss nicht nur erst mal die richtigen Wege ausfindig machen, sondern sich auch vor allerhand Gegner an Acht nehmen. Sogar große Gegner, die fast schon an Bosse aus The Legend of Zelda erinnern, sind offenbar dabei.

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Irgendwie ist es erstaunlich, dass dieses Spiel so unterhaltsam ist, obwohl Toad wie gesagt nicht so viel drauf hat. Immerhin kann er aber zwischendurch Gebrauch von Items machen (beispielsweise einer Hacke), von erhöhten Plattformen auf Gegner springen und sie so vernichten, oder an Pflanzen ziehen, um zum Beispiel Münzen zu sammeln. In einem der gezeigten Level fährt Toad auch in einer Lore (Yeah, Loren-Level! <3) und man muss sich mit Hilfe des GamePad umschauen, um Kristalle und Münzen ausfindig zu machen. Diese müssen dann durch Werfen von Gemüse eingesammelt werden. Und wenn in Geisterleveln die Boos Jagd auf Toad machen, kann er sie mit der Lampe auf seinem Kopf erstarren lassen. Also ist unser Toad vielleicht doch gar nicht so talentbefreit, wie es zunächst den Anschein macht.

Wenn die vorhanden Level einen realistischen Eindruck über die Vielfalt der unterschiedlichen Stages im Spiel geben, steht uns da wirklich wieder eine Kreativitäts-Bombe bevor. Aber von Nintendo ist man ja auch kaum etwas Anderes gewöhnt.

Leider konnten wir auf dem Event auch nur die vier Level anspielen, die bereits im Rahmen der E3 ausführlich gezeigt worden sind. Wie viele Level es im fertigen Spiel insgesamt geben wird, dazu wollte man uns noch keinerlei Angaben machen. Glücklicherweise soll Captain Toad: Treasure Tracker schon Ende des Jahres erscheinen. Hashtag DayOneBuy.

Herzlichen Dank an Nintendo für die Einladung zum Post-E3-Event nach Frankfurt.

[Preview] Super Smash Bros. for Nintendo 3DS & Wii U

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Allein die Tatsche, dass ein Super Smash Bros. für einen Handheld erscheint, ist doch schon Kaufgrund genug. Das war der Gedanke, bevor ich Super Smash Bros. for Nintendo 3DS zum ersten Mal selbst anzocken durfte, und mein Eindruck hat sich bestätigt.

Zwar hatte ich anfangs etwas mit der Steuerung zu kämpfen, es könnte aber durchaus sein, dass dies nur daran lag, dass ich länger keinen Teil der Serie gespielt habe. Denn im Grunde unterscheidet sich der 3DS-Ableger in Sachen Steuerung kaum von der gewohnt guten Steuerung auf den Heimkonsolen. Wie immer ist also alles vermutlich eine Sache der Gewohnheit.

Super Smash Bros. bietet neben den normalen Kampfmodus auch noch den Smash-Run. Dieser ist auf der etwas später erscheinenden Wii-U-Version nicht dabei und besteht aus folgendem Konzept: Mit einem Charakter seiner Wahl streift man zunächst fünf Minuten lang durch einen Dungeon, metzelt dabei allerhand Gegner ab und sammelt kleine und große Icons ein, die gewisse Statuswerte verbessern wie zum Beispiel die Kraft des Angriffs. Je größer das Icon ist, umso mehr wird der Wert verbessert. Nach Ablauf der fünf Minuten tritt man dann in einer Arena gegen drei andere Charaktere aus dem Smash Bros.-Universum an und versucht natürlich, als Letzter übrig zu bleiben. In der vorhandenen Demo-Version konnten wir hier zwar nur gegen Computer-Gegner antreten, dennoch machte der Smash-Run einen absolut unterhaltsamen Eindruck und ist mit Sicherheit bestens geeignet, um beispielsweise Zug- oder Busfahrten alleine zu überbrücken.

Im normalen Kampfmodus konnten wir dann sehr wohl zu viert gegeneinander zocken. Das Prinzip des Kampfes bei Smash Bros. ist natürlich den meisten bekannt, dennoch erläutere ich es einmal kurz. Bis zu vier Spieler liefern sich auf einer frei wählbaren Stage einen erbitterten Kampf auf Leben und Tod. Die Einstellungen, wie viele Leben jeder besitzt oder welche Items wie häufig erscheinen sollen, sind frei konfigurierbar. Mit jedem Treffer, den man einsteckt, erhöht sich die Prozentanzeige auf dem unteren Bildschirm. Je höher nun der Wert eines Spielers ist, desto leichter ist er aus der Stage zu befördern, was nötig ist, um ihm ein Leben abzuziehen. Dabei helfen einem auch allerhand Items.

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Während Super Smash Bros. for Nintendo 3DS am 3. Oktober erscheint, dauert es bis zur Wii-U-Version noch bis zum Weihnachtsgeschäft. Hier ist dann zwar kein Smash-Run vorhanden, aber als Ausgleich erlebt man nun spannende Kämpfe mit seinen Lieblingscharakteren in wundervollem HD. Die Steuerung ging hier im Gegensatz zur 3DS-Version direkt fast wie von selbst und man fühlt sich als Fan und Kenner der Serie direkt zu Hause. Herz. Ich habe das Spiel übrigens mit dem Wii U Pro Controller gespielt und kann nicht aus erster Hand sagen, wie es sich mit dem GamePad spielt. Laut anderer Meinungen vor Ort läuft es hier aber genau so smooth.

In der hier gespielten Demo-Version konnten wir noch keine Amiibos benutzen. Künftig wird es aber möglich sein, sich durch diese kleinen Figürchen, die auf das NFC-Feld des GamePad gestellt werden und dann im Spiel erscheinen, Unterstützung zu sichern. Die amiibos sollen spätestens pünktlich zum Start von Super Smash Bros. for Wii U erscheinen und zwischen 10 und 15 Euro kosten.

Herzlichen Dank an Nintendo für die Einladung zum Post-E3-Event nach Frankfurt.