Freiheit oder Sklaverei? – Die Far-Cry-Evolution: Teil 1

Von dem französischen Philosophen und Politikwissenschaftler Alexis de Tocqueville stammt der Satz: “Sie schienen die Freiheit zu lieben und hassten bloß ihre Herren.”

Es muss also schon Mitte des 19. Jahrhunderts eine Ubisoft-Formel gegeben haben. Man kann diesen Satz außerhalb seines Kontexts unterschiedlich, nicht zuletzt auch polemisch verstehen. Das Dilemma des berühmt-berüchtigten Open-World-Spielkonzepts aus Montreal fasst er aber schon erstaunlich gut zusammen.

Statt nun simpel über die Formel zu spotten und ihr andauerndes Recycling zu bemängeln, soll es in diesem und den folgenden beiden Texten vielmehr darum gehen, die Entwicklung des Open-World-Shooters nach Ubisoft-Maßstäben nachzuvollziehen und ihre Problematik aufzuzeigen. Und woran könnte man diese Entwicklung wohl besser beobachten als an jener Reihe, die im Laufe der Zeit für alle neuen Ideen der Frankokanadier herhalten musste und heute mit sich selbst nicht mehr zu verwechseln ist: Far Cry.

“Freiheit oder Sklaverei? – Die Far-Cry-Evolution: Teil 1” weiterlesen

[Review] F.E.A.R.

F.E.A.R. Titel

Viel wird gesagt und geschrieben über die großen Shooter-Franchises, die ihren Teil zur Geschichte des heute erfolgreichsten Videospielgenres beigetragen haben, und in der Regel zu recht. Auch meine Shooter-Sozialisation besteht aus den legendären Titeln, die in diesem Zusammenhang wie selbstverständlich fallen, und niemandem wird der Mund offen stehen, wenn ich sie erwähne.

Da wären die Big Daddies des Genres, DOOM, Quake und Wolfenstein, die in allen ihren Teilen noch heute erstaunlich frisch und dank mehr oder weniger gelungener Ports und Remakes auch einwandfrei spielbar sind.

Da ist die revolutionäre Half-Life-Zweiologie (mit Betonung auf Zwei… argh!), der jeder Action-Spiel-Fan, ganz gleich, wie er zu der Reihe steht, so viel verdankt, dass man es sich schwer vorstellen kann. Und auch das erste FarCry (und NUR das erste!), ein Meilenstein der deutschen Videospiel-Entwicklungsgeschichte, die Halo-Reihe, die im Alleingang den Konsolenshooter salonfähig machte, die Call of Dutys, Medal of Honors und Battlefields, die die heute wieder viel herbeigesehnte Weltkriegs-Ästhetik einführten, und Crysis und Counterstrike und Unreal und und und… Ach, man könnte ja Bücher füllen mit all den mal mehr, mal weniger fantastischen Gaming-Erfahrungen, die uns diese Ballerspiel-Legenden bescherten.

Einen Namen allerdings vermisse ich oft, und wenn er fällt, so wird meist falsch oder zu kurz darüber gesprochen. Ein Missstand, dem ich hiermit entgegentreten möchte.

“[Review] F.E.A.R.” weiterlesen