[Review] Lightning Returns: Final Fantasy XIII

FF13 Lightning Returns

Lightning kehrt erneut zurück und bestreitet dieses Mal ihr eigenes Abenteuer.

FF13: Lightning Returns startet mit dem Ende der Welt, Lightning erwacht aus ihrem Kristallschlaf und ist in göttlicher Mission unterwegs. Sie hat 13 Tage Zeit, um so viele Seelen wie nur möglich zu sammeln, damit diese in der neuen Welt wiedergeboren werden. Als Gegenleistung bekommt sie ihre verloren geglaubte Schwester Serah wieder.

Das Spiel startet mit Tag eins und sechs Tagen in Petto. Zusätzliche Tage bekommt man, indem man dem Baum Yggdrasil seine „Glorien“, also gute Taten und erlöste Seelen darbietet oder Bossgegner niederstreckt. Ziel ist es so, die Zeit auf 13 Tage zu strecken, um so viele Menschen wie möglich zu retten, da sonst die heilige Mission scheitert und Bhunivelze die Welt früher enden lässt. Dabei bereist unsere Heldin Lightning eine offene Welt namens Nova Chrysalia, welche in vier unterschiedliche Areale aufgeteilt ist.

Dort wäre Luxerion, eine höchst religiöse Stadt; Yusnaan, welche dem Schutzherren Snow Villiers, dem letzten L’Cie der Welt untersteht und dauerhaft das Ende der Welt zelebriert; die Wildlande, reine Natur, bevölkert von Chocobos, Mogrys und einigen Menschen. Zu guter Letzt die klagenden Dünen, eine mysteriöse Wüste, in welcher ein wertvoller Schatz liegen soll. Jeder Ort erzählt dabei seine eigene kleine Geschichte. Die Zeit ist hierbei ein wichtiger Indikator, da viele Quests auf Zeit laufen, einige Areale nur in einer bestimmten Zeitspanne betreten und verlassen werden können oder bestimmte Dinge nur zu einem bestimmten Zeitpunkt auftauchen.

Das “Final Fantasy 13”-Franchise ist für neue Ansätze bekannt, solche sind natürlich auch in Final Fantasy 13: Lightning Returns vertreten. Als Erstes wäre dort das neue Kampfsystem, in welchem man unsere Protagonistin Lightning direkt in Echtzeit und ohne ATB-Wartezeit steuert. Angriffe, sowie das Ausweichen/Blocken erfolgen per Knopfdruck und werden sofort ausgeführt, was gutes Timing und viel Übung erfordert. Das Leveling wurde komplett abgeschafft und durch Garnituren ersetzt. Für jede Situation und Spielstil gibt es die passende Klamotte. Ebenfalls gibt es nun ein Questsystem, welches leider fast ausschließlich aus Fetch und Kill Quests besteht. Abwechslung? Leider kaum vorhanden.

Charakterentwicklung ist praktisch non-existent. Lightning bleibt das ganze Spiel über ein emotionsloser Stein. Man könnte sie durch einen Ast ersetzen, weil er mehr Persönlichkeit als Lightning hätte. Wobei Lumina das genaue Gegenteil zu Lightning darstellt. Das zu Anfangs freche Gör lässt im späteren Spielverlauf immer mehr Einsicht in ihre recht komplexe und gut geschriebene Persönlichkeit.

Lightning Returns bietet eine abstruse Geschichte ohne jeglichen Zusammenhang. Die NPCs sind alle samt Statisten ohne jegliche Eigenarten. Das Questsystem zieht sich wie Kaugummi, da man keinen wirklichen Fortschritt bemerkt. Dazu sieht es nicht so gut aus wie seine Vorgänger und hat zumindest auf der Xbox 360 eine teils recht bescheidene Performance. Fans können damit warm werden, jedoch sollten Spieler, welche die Vorgänger nicht mochten, die Hände von Lightning Returns lassen.

Mich persönlich konnte es eine Zeit lang sehr begeistern, was leider durch das Questsystem schnell nachließ.

Titanfall: Vorsicht, fallende Mechs!

titanfall-logo

Titanfall ist EAs ganz großes neues Ding: Erst als Xbox One Exklusiv-Titel angepriesen, dann doch für PC & Xbox 360 angekündigt und nun offenbar ein für Microsoft nur zeitweise exklusiver Titel, startete das neue Shooter-Franchise jüngst in die Beta. Ich durfte selbst an die Xbox One-Version Hand anlegen und hab mich mit einigen PClern unterhalten, damit ich euch nun ein möglichst breites Bild bieten kann. Text ab!

Kommen wir zunächst zum Kernelement von Titanfall: Wallrunning. Tatsächlich spielt man zu 65% der Zeit eher als “Pilot” anstatt als Titan, als solcher geht man zwar schneller drauf, als einem meist lieb ist, dafür ist man schnell und wendig, hat einige nette Waffen am Start und man kann auch an Wänden entlangkrackseln, was in etwa so gut wie in Mirror’s Edge funktioniert. Anfangs fehlt einem noch das Training, sobald man aber den Dreh raus hat und die Maps kennt, springt und gleitet man, als hätte man nie etwas anderes in Shootern gemacht. Besonders das sehr hohe Spieltempo fällt dabei auf. Wer schon immer lieber Quake oder Shootmania statt Battlefield und Halo gespielt hat, wird sich hier schnell wiederfinden. Apropos Halo: Auch wenn das Design der Maps und Anlagen teils stark an den beliebten Microsoft-Shooter erinnert, so setzt Titanfall doch auch ganz eigene Akzente. Abklatsch-Anschuldigungen muss sich Titanfall also nicht gefallen lassen.

Deutlich schwerfälliger steuern sich allerdings die Titans. Es wäre aber auch verwunderlich, wenn ein 4 Meter großer Stahlkoloss herumturnen würde. Die Titans haben deutlich mehr Wumms in den Kanonen, ein Pilot ist im direkten Aufeinandertreffen praktisch sofort geliefert. Vollkommen overpowered sind Titans aber nicht, denn mit ihrer Größe und Behäbigkeit sind sie natürlich ausgezeichnete Ziele für verschanzte Piloten oder andere Titans. Zudem können sie auch von gegnerischen Piloten geentert und dingfest gemacht werden. So kommt es vor, dass man in einem Match zwei bis drei Titans benutzt, da einem ein Titan, wenn man nicht aufpasst, dann doch schnell unter der Nase explodiert. Dann geht es weiter zu Fuß und Kills sammeln bis es wieder heißt: Titanfall!

Titanfall

Was hier wirklich positiv hervorzuheben ist, ist das Balancing: Piloten und Titans haben beide ihre Stärken und Schwächen und nehmen sich dabei nicht viel. Zwar sind Titans im direkten Vergleich natürlich stärker, sind dafür auch schwieriger zu bekommen. Mehr als vier Titans in einer Runde auf einmal seht ihr selten. Zudem könnt ihr euren Team-Titans helfen, indem ihr gegnerische Titans aus dem Versteck mit Raketenwerfern abknallt. So hat man immer etwas zu tun. Ähnlich positiv zu bemerken ist die allgemeine Action: Wenn man als Pilot von den Dächern herab auf einen Titan-Vierkampf schaut, muss man dann schon doch erstmal schlucken.

Auch technisch gibt’s primär Positives von der Front zu melden: Auch wenn Titanfall nicht die Detailtreue eines Battlefield 4 aufweist, so sieht es doch gut aus und macht viel durch kreatives Leveldesign wieder wett. Die bombastische Soundkulisse sucht derweil ihresgleichen.

Fazit: Titanfall fetzt! Wer Lust auf Mann-gegen-Maus-Kämpfe über den Dächern von Sci-Fi-Städten hat, der wird hier definitiv bedient! 60€ sind allerdings für einen reinen Multiplayer dann doch etwas viel, jedoch bekommt man die PC Version bereits jetzt für etwa 35€ via Key-Shops. Und für das Geld lohnt sich Titanfall, wenn es den Standard halten und Langzeitmotivation bieten kann, definitiv! Titanfall könnte mit angrenzender Wahrscheinlichkeit das nächste große Ding im Multiplayer-Shooter-Genre werden!

Die besten Spiele des Jahres 2013

5) DuckTales: Remastered

DuckTales: Remastered

Wenn es um Kindheitserinnerungen im Bezug auf Serien geht, kommt mir neben Dragonball Z und Pokémon immer nur eine Serie in den Sinn: DuckTales! Der quirlige Cartoon war die perfekte Ergänzung zu meiner großen Liebe für die Lustigen Taschenbücher, denn die Abenteuer rund um Tick, Trick & Track sowie natürlich ihren Onkel Dagobert waren immer spannend, witzig und einfach rundum gelungen. Das Gameboy- & NES-Spiel von Capcom konnte viele Ideen umsetzen, und weiß auch heute noch gerade wegen seines Bit-Charmes und gelungenem Level-Designs zu begeistern. Doch für mich legt das Remake dieses Jump & Run Klassikers noch eine Schippe drauf: Die liebevoll gezeichneten und animierten Charaktere lassen die Bewohner von Entenhausen richtig lebendig wirken, während ihr als Dagobert auf seinem Pogo-Stick durch fünf verschiedene Level hüpft, inklusive eigener und knackiger Endbosse. Dabei müsst ihr meist den Panzerknackern wichtige Items wie Papyrusstücke abknöpfen oder beispielsweise fünf Maya-Münzen sammeln, um im Level voranzukommen. Ein weiterer Pluspunkt ist die englische Original-Vertonung, an welcher man aber auch leider merkt, dass die deutschen Übersetzer nicht sehr viel Elan bewiesen haben.

Schade ist zudem, dass es bis auf ein paar Artworks und einen Sprung in den Geldspeicher nicht wirklich viel Neues zu entdecken gibt: Die Level wurden 1:1 vom Original nachgebaut, inklusive aller Verstecke für extra Items. Als Kenner des Originals wartet man also besser bis zum nächsten Steam-Sale, wer das Original allerdings nicht kennen sollte und auf ein paar spaßige Stunden Enten-Action Lust hat, der kann beherzt zugreifen.

4) Papers, Please!

Papers, please!

Glory to Arstotzka! Merkt euch diesen Spruch, denn ihr werdet ihn in Papers, Please! oft hören. Doch wie beschreibt man Papers Please? Auf dem Papier klingt Papers, Please! nämlich unfassbar fad: Man spielt einen Grenzbeamten im Jahre 1984, und kontrolliert die Papiere derjenigen, welche in die fiktive Nation Arstrotzka, eine Anlehnung an die UDSSR, einreisen wollen. Inklusive Stempel und Beamten-Zeitplan.

Wirklich interessant an dem Spiel ist also nicht das Gameplay, denn das besteht ernsthaft nur daraus Pässe zu kontrollieren und zu stempeln, abgesehen von einem gelegentlichen Verhör oder einer Leibesvisitation. Das wirkliche famose ist die Darstellung, denn man spielt Papers, Please! nicht zum Vergnügen, sondern um zu weinen. In der grauen Welt Arstrotzkas gibt es keine Individuen, und es kümmert die Regierung nicht ob diese Frau, welche gerade durch eure Passkontrolle ohne gültige Papiere will, sterben würde falls sie nicht eingewiesen würde. Und würdet ihr sie dennoch durchlassen, würde euch das euren mehr als knapp bemessenen Lohn kosten, mit welchem ihr mit größter Not eure Familie spärlich ernährt. Nicht nur einmal müsst ihr in diesem Spiel harte Entscheidungen fällen, Entscheidungen, die ihr nicht so schnell vergessen werdet. Und hatte ich bereits erwähnt, dass es sogar Selbstmordattentäter gibt?

Wer nun dennoch eine Reise nach Arstrotzka wagen will, der sollte dies unbedingt tun. Papers, Please! ist vielleicht nicht das angenehmste Videospiel-Abenteuer, das ihr erleben werdet, aber definitiv eines derjenigen, welches euch unter die Haut gehen wird.

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[Review] Super Mario 3D World

Super Mario 3D World

Als Super Mario 3D World erstmalig angekündigt und etwas Ingame-Material gezeigt wurde, war ich ehrlich gesagt zunächst gelangweilt. Was man dort sehen konnte, hat mich einfach nicht gepackt und ich dachte, es wäre bloß ein weiterer Ableger der Serie ohne neue Ideen. Doch das Gegenteil sollte der Fall sein. Nachdem weitere Trailer veröffentlicht wurden, habe ich mich plötzlich wahnsinnig auf den Titel gefreut. Ob die Freude berechtigt war? Das schauen wir uns jetzt einmal genauer an.

Spätestens, wenn man mal gesehen hat, wie Mario im Katzen-Outfit durch die Level läuft und an allen möglichen Wänden hochklettert, ist die Kaufentscheidung ja eigentlich schon gefallen. Selten gab es etwas Süßeres zu sehen und Katzen sind ja generell schon das größte Kaufargument, das existiert. Aber Super Mario 3D World bietet natürlich noch so einiges mehr, das es wert ist, einen Blick spendiert zu bekommen.

Die beiden Galaxy-Teile waren in ihrer Kreativität, was die Gestaltung der Level angeht, ja schon extrem großartig und Super Mario 3D World kann da locker mithalten. An jeder Ecke entdeckt man ein kleines Detail, das einen zum Schmunzeln bringt. Es gibt wirklich viele Neuheiten, die es ins Spiel geschafft haben. Das fängt mit den durchsichtigen Röhren an, die beim Fortbewegen noch mal ein ganz anderes Gefühl aufkommen lassen und auch neue Arten der Interaktion ermöglichen, geht über diverse neue Outfits, wirklich coole Leveldesigns, neue Gegner und endet dann irgendwann bei einem großartigen Soundtrack und einer fantastischen HD-Optik mit gelungenen Lichteffekten.

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Eine Stunde mit Pokémon X

Für die Kollegen von Nintendo-Online.de habe ich mich ins Abenteuer gestürzt und die erste Stunde aus Pokémon X aufgezeichnet. Die Spoiler halten sich stark in Grenzen, daher ist das Video auch für alle geeignet, die sich nicht groß informieren wollen, bevor sie das Spiel selbst zocken. Viel Spaß beim Anschauen!

[Review] BEYOND: Two Souls

beyond-two-souls

Jody Holmes ist leider nicht mehr so richtig Frau ihrer Sinne. An einige Dinge kann sie sich nicht mehr erinnern und bei den noch vorhandenen Erinnerungen fällt es ihr schwer, sie in die richtige Reihenfolge zu bringen. Doch zum Glück sind wir ja da. Wir begleiten Jody, durchleben ihre Erinnerungen noch mal und hoffen darauf, dass am Ende ein vollständiges Bild dabei herumkommt. Wir begleiten Jody ungefähr ab ihrem sechsten Lebensjahr bis hin zu ihren Mittzwanzigern. Das Stilmittel des achronologischen Erzählens ist ja nichts Neues, aber man darf durchaus sagen, dass BEYOND dieses Stilmittel ganz besonders gut einzusetzen weiß.

Schon im ersten Kapitel, das wir erleben, wird klar: Jody ist nicht allein. Niemals. Eine gewisse Existenz ist ihr ständiger Begleiter, und das schon seit ihrer Geburt. Bis wir erfahren, warum das so ist, vergeht natürlich eine Weile. Solange versuchen wir, die Vorteile der Anwesenheit dieser Existenz auszunutzen. Wenn die sechsjährige Jody beispielsweise keinen Keks von ihrer Mutter bekommt und das Glas viel zu weit oben steht, bitten wir einfach Aiden – so heißt die Existenz -, uns einen vom Kühlschrank zu holen. Praktisch, oder? Per Knopfdruck wechseln wir auf Aidens Ansicht und können von nun an durch die nähere Umgebung schweben. Hier lässt sich mit allerhand Gegenständen interagieren, um anderen Leuten zum Beispiel Angst zu machen oder sie abzulenken. Aiden kann aber auch von Menschen Besitz ergreifen und ihre Handlungen bestimmen, oder sie aber auch direkt umbringen. Was man mit welcher Person machen kann, ist allerdings vom Spiel vorgegeben. Man darf also nicht wahllos alle Menschen töten, die einem begegnen, auch wenn das manchmal ganz praktisch wäre.

Von der Story möchte man gar nicht allzu viel verraten. Nur so viel: Die CIA ist sehr interessiert an Jody und ihren Fähigkeiten. Und wenn sie dann im Auftrag ebenjener Organisation im Kriegsgebiet umherschleicht, ist es manchmal schade, bestimmte Wachen nicht direkt töten zu können. Doch natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, an ihnen vorbeizukommen. Entweder man schleicht sich von hinten an und überwältigt sie, oder man ergreift mit Hilfe von Aiden einfach Besitz von deren Kollegen und lässt diese die anderen erschießen.

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[Review] Batman: Arkham City – Game of the Year Edition

Batman: Arkham City

Im Jahre 2009 erschien Batman: Arkham Asylum und konnte sich weltweit über 2,5 millionen mal verkaufen, was zunächst wie ein Überraschungshit wirkt, jedoch nahtlos am Erfolg der populären Kinofilme “Batman Begins” und “The Dark Knight” anknüpfte. 2011 erschien dann mit Batman: Arkham City der Nachfolger des Spiels und konnte die bereits hochgesteckten Erwartungen erfüllen. Nun erscheint ein Jahr später die Game of the Year Edition, die neben dem ursprünglichen Hauptspiel auch eine ganze Reihe an Bonusmaterial und Erweiterungen enthält. Ob sich der Kauf lohnt und ob die Zusatzinhalte tatsächlich für weiteren Spielspaß sorgen, haben wir für euch ausführlich getestet.

Ich bin der Batman!

Die Geschichte des Hauptspiels ist schnell erzählt: Nachdem die Stadtverwaltung die Irrenanstalt Arkham Asylum geschlossen hat, musste ein Ersatz gefunden werden, um mit den Oberschurken und ihren Handlangern fertig zu werden. Deshalb wurde extra ein eigener Stadtteil, „Arkham City“ genannt, am Rande Gothams erbaut und durch riesige Mauern von der restlichen Bevölkerung abgetrennt. Dort leben jetzt sämtliche Kriminelle des Batman-Universums: der Riddler, Poison Ivy, Two-Face, Batmans ehemaliger Mentor Ras Al Ghul, der Antragonist des neuesten Batman-Movies Bane, sowie natürlich der Joker – der Erzfeind Batmans schlechthin. Die Story beginnt an dem Punk, an dem Bruce Wayne vom Anstaltsleiter Hugo Strange entführt und ebenfalls nach Arkham City gebracht wird. Von nun an fliegt die Fledermaus erneut von Dach zu Dach und erledigt nicht nur die Superschurken ihrer Zeit, sondern versucht auch noch dahinter zu kommen, was genau vor sich geht, denn eins wird schnell klar: Es gibt einen fiesen Plan, der Arkham City und letztendlich ganz Gotham bedroht.

Wer bereits den ersten Teil gespielt hat, der wird sich sofort einfinden können. Neben der intuitiven Steuerung hat man erneut Zugriff auf die typischen Batman-Hilfsmittel: Der Detektiv-Modus hilft beim Finden von Spuren; Batmans Lieblingswaffe zum Ausschalten von Schurken über Distanz – der Batarang – ist ebenfalls mit von der Party, genauso wie die Greifhaken-Pistole, mit der er sich nach oben ziehen kann. Natürlich gibt es auch wieder die Riddler-Rätsel, die neben der Hauptstory für viel Knobelspaß sorgen. Dazu kommen die genretypischen Kämpfe gegen Gruppen von Gegnern, sowie die beliebten Boss-Fights, in denen man eher mit Köpfchen, als mit Buttonmashing vorgehen sollte. Grundsätzlich ist es immer am Klügsten, wenn man sich zunächst eine Strategie zurecht legt, bevor man zum Angriff gegen egal welchen Gegner übergeht, denn nur dann kann man mit der typischen Effektivität zuschlagen, die Batman so einzigartig macht. Natürlich gibt es im Vergleich zum Vorgänger ein paar neue Gadgets, ein paar neue Moves und endlich kann man alles in einem freien Sandbox-Gebiet – ohne den Vorgaben zu folgen – erkunden. Dazu kommen die vielen Haupt- und Nebenmissionen, die das Spiel zu einem würdigen Nachfolger von Arkham Asylum machen.

Game of the Year Edition

Der große Unterschied zwischen der normalen Version und der neu aufgelegten GotY-Edition ist das große Bundle an Zusatzinhalten. Diese sollen für viele weitere Stunden Spielspaß sorgen, sowie den Fans mehr Material liefern, um ihre „Sucht“ zu befriedigen. Hier sind also die Extras:

  • Harley Quinn’s Revenge

Harley Quinn ist bereits aus dem ersten Teil bekannt: Nachdem sie ihr Psychologiestudium mit Auszeichnung absolviert hatte, entschied sie sich dummerweise dafür, den Joker als Forschungsobjekt zu benutzen und bewarb sich im Arkham Asylum als Ärztin. Doch schnell ließ sie sich von ihm in seinen Bann ziehen und verliebte sich in ihn, half ihm sogar bei einigen Ausbrüchen. So wurde sie selbst zur Schurkin und zu Jokers Geliebten. In dem DLC will sie sich an Batman rächen, nachdem dieser wieder einmal den Joker besiegt und hinter Schloss und Riegel gebracht hat. Also darf man in ungefähr zwei Stunden weiterer Spielzeit erneut antreten und sogar kurzzeitig in die Rolle von Robin schlüpfen. Allerdings trifft man auf die gleichen Handlanger wie im Hauptspiel und auch sonst gibt es nicht viel Neues zu bestaunen, was zwar vom Spielspaß her okay ist, sich jedoch von der Haupthandlung kaum abhebt.

  • Catwoman-Pack

Catwoman ist eine absolute Spitzendiebin und mit Batman verbindet sie eine sehr komplizierte Beziehung. Schließlich ist sie Schurke und er Diener der Gerechtigkeit, doch hat sie ein gutes Herz und so ist es nicht verwunderlich, dass beide etwas füreinander empfinden. Selina Kyle – so ihr bürgerlicher Name – hat eine große Vorliebe für Katzen und lebt mit einem ganzen Haufen davon unter einem Dach. In dem Bonus-Pack darf man in die Rolle der Katzenfrau schlüpfen und in vier Episoden jeweils drei Missionen erfüllen. Außerdem darf man – genau wie Batman im Hauptspiel – vollkommen frei durch Arkham City tigern und Bösewichte verhauen. Die Geschichte rund um Catwoman findet parallel zur Batmanstory statt und wurde sinnvoll und spannend integriert. Mit knapp zwei Stunden Spielzeit und etlichen neuen Riddler-Trophäen, sowie zwei alternativen Batman-Skins macht dieses Pack wirklich viel Freude.

  • Robin-Bundle

Robin ist, genau wie Batman, nicht eine Person, sondern ein Symbol. Schon viele Personen haben Robin verkörpert und Seite an Seite mit Batman gegen allerlei Gesindel gekämpft. Wirklich viel Inhalt gibt es in diesem Bundle jedoch nicht: Ihr dürft lediglich mit Robin auf allen Challange-Karten kämpfen, von denen es hiermit zwei neue gibt – beide durchaus herausfordernd und eher für erfahrene Spieler gedacht. Außerdem gibt es zwei alternative Robin-Kostüme.

  • Nightwing-Bundle-Pack

Nightwing war einst der erste Robin und lernte von Bruce Wayne sämtliche Tricks und Kniffe. Bald schon mauserte er sich zum Anführer der Teen Tians und verließ irgendwann Batman, um als Nightwing effektiv und auch außerhalb von Gotham gegen die Bösewichte zu kämpfen. Genau wie im Robin-Bundle gibt es jedoch auch hier nicht allzu viel Inhalt: Ebenfalls gibt es zwei neue Maps für den Challange-Mode, die beide herausfordernd sind. Dazu kommt ein alternativer Skin für Nightwing. Immerhin besitzt dieser einen eigenen, sehr akrobatischen Kampfstil, der sehr schön anzusehen ist und sich deutlich von den sonstigen Moves abhebt.

  • Arkham City Skins und Challange Pack

In diesem Pack gibt es drei neue Challenge-Maps, sowie ein ganzer Batzen an neuen Kostümen für alle spielbaren Charaktere. Das mag nicht viel sein, doch für treue Fans von verschiedenen Outfits bieten sie ein paar Neuerungen, die sicherlich das eine oder andere Herz etwas hüpfen lassen.

Fazit

Batman: Arkham City war zweifelsfrei eines der besten Videospiele 2011. Mit der Game-of-the-Year-Edition bekommt man nun fünf bis sechs Stunden extra Spielzeit, ein paar neue Kostüme, Rätsel und Challange-Maps. Wer sich bisher das Hauptspiel nicht geholt hat, der sollte definitiv lieber zur Neuveröffentlichung greifen, denn die Extra-Packs machen wirklich Laune. Wer jedoch schon Arkham City besitzt, der dürfte sich eher an die DLCs wenden und sich das heraussuchen, was ihn reizt. Alles in allem ist die GotY-Edition eine gute Idee, die sich halt vor allem an jene richtet, die bisher noch nicht das Vergnügen haten, Arkham City zu spielen.

[Review] Madden NFL 13

Madden NFL 13

In Europa ist Football maximal eine Randerscheinung, doch in den USA ist es das, was hierzulande Fußball ist: Die beliebteste Sportart überhaupt. So ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass Electronic Arts in Amerika am Release-Tag fast eine Million Exemplare von NFL 13 an den Mann bringen konnte. Wir haben für euch getestet, ob dieser Trubel um den neuesten Titel der Serie gerechtfertigt ist und ob sowohl blutige Anfänger als auch alteingesessene Veteranen ihren Spaß haben können.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Eins soll bereits vorweg geklärt werden: NFL 13 erfindet das Rad nicht neu. Wer den Vorgänger kennt, der wird sich sofort wohlfühlen, wenn er denn den Vorgänger mochte, denn es wurde sehr viel einfach übernommen. Natürlich gibt es auch neue Features, sowie hier und da Verbesserungen an den alten Ideen, doch im Großen und Ganzen ähneln sich die Spiele sehr. Doch beginnen wir zunächst mit den neuen Möglichkeiten: Zum ersten Mal überhaupt wird die sogenannte Spielaufmerksamkeit berücksichtigt. Wenn ihr also zum Beispiel einen langen Pass plant, dann wird sich der Receiver die ersten zehn Yards nicht zu euch drehen, sondern mit Vollgas seine Route entlang rennen, wodurch er zunächst nicht anspielbar ist. Je besser und länger eure Verteidiger euch also die Angreifer vom Leib halten, umso mehr Anspielstationen habt ihr mit der Zeit. Das dürfte für jeden Footballfan eine realistische Neuerung sein, die gut ankommt.

Auch neu ist das „Total Control Passing“, das euch mehr Einfluss darauf geben soll, ob und wie der Pass des Quaterbacks fliegt. So könnt ihr den genauen Laufweg des Recievers bestimmen oder Spielzüge kurzfristig abbrechen und durch andere Lauf- und Wurfmöglichkeiten ersetzen, wenn zum Beispiel der eigentlich anvisierte Receiver plötzlich nicht mehr frei steht und ein Wurf somit unsinnig wäre. Ebenfalls neu und lauthals angepriesen ist die KI der Verteidiger, die jetzt mit „Read and React“ zwar etwas besser ihre Verteidigungsart – Mann- oder Raumdeckung – verschleiert, was auf den Spielablauf jedoch kaum Einfluss hat. Apropos KI: Obwohl die Qualität der vom Computer gesteuerten Spieler allgemein recht hoch ist, gibt es doch manchmal einfach unerklärliche Aussetzer. So wirft ein unbedrängter Quaterback den Ball ins Aus, da er keine Anspielstation findet, obwohl er eigentlich direkt vor sich einen freien Raum zum Laufen hätte. Oder ein Reciever bricht einfach aus unerklärlichen Gründen seinen Lauf ab, obwohl der Ball bereits in der Luft ist.

Was ist dieses Football und warum spielt man es mit der Hand?

Von Football gehört hat selbst in Deutschland schon fast jeder, doch nur wenige kennen die Regeln und kaum jemand hat es mal selbst gespielt. Was macht man also, wenn man blutiger Anfänger ist und an und für sich keine Ahnung von Tuten und Blasen hat? Selbst da bietet NFL 13 etwas Abhilfe und zwar mit dem sogenannten Gameflow, mit dem sich Neueinsteiger und eher casual-orientierte Spieler nicht lange in die taktischen Finessen des American Football einarbeiten müssen. Zunächst werden ein paar Vorgaben gemacht: Wollt ihr lieber laufen oder passen? Sollen die Verteidiger aggressiv an die Gegner rangehen? Nachdem ihr schnell ein paar Dinge geklärt habt, werden von nun an für euch die jeweiligen Spielzüge automatisch ausgesucht und wer möchte, darf sogar den Gameplan eines aktuellen NFL-Coaches verwenden. Ein Schwachpunkt bei diesem Feature ist allerdings, dass lediglich der Name des aktuellen Spielzuges angezeigt wird. Wer sich also sowieso nicht auskennt, der weiß auch nicht, was er jetzt bei dem kommenden Spielzug zu erwarten hat. Das ist irgendwie etwas unsinnig, denn Gameflow richtet sich ja absolut an Neulinge, die noch keine Ahnung haben.

Hoch gelobt wurde bereits im Vorfeld die Infinity-Engine, die nahezu Wunder vollbringen sollte: Die Geschwindigkeit eines Spielers in Verbindung mit seiner Masse und der Dynamik sollen für wesentlich realistischere Aktionen sorgen. Dadurch soll kein Spielzug dem anderen gleichen können. Dazu kommt, dass jetzt ein Tackling noch nicht das Ende eines Laufes bedeuten muss. Wer bereits den Vorgänger gespielt hat, dem kommt das nur allzu bekannt vor, denn bereits dort war ein Tackling nicht unbedingt das Ende. Spielerisch hat sich jetzt eigentlich kaum was geändert. Der große Vorteil der neuen Engine ist jedoch im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu übersehen: Animationen wirken jetzt wesentlich realistischer als noch im Vorgänger und Bewegungsabläufe erinnern mitunter schon fast an das wahre Leben.

Ein Mal im Leben so eine Chance

Der Karrieremodus ist wohl wie immer einer der wichtigsten Bestandteile des Spiels und enttäuscht auch diesmal nicht. Statt der im Vorgänger benutzten Varianten „Superstar“ und „Franchise“ trifft man nun allerdings auf den „Connected Careers“-Modus, in dem man alles, was zum Karrieremodus dazugehört, finden kann. Wer möchte, kann sich einen komplett neuen Spieler erstellen, von ganz unten anfangen und sich immer weiter verbessern. Es ist auch möglich, die Rolle eines aktuellen Trainers zu übernehmen und das Team seiner Wahl zum Super Bowl zu führen. Und wem das noch nicht genug ist, der darf sogar eine der zahlreichen Footballlegenden übernehmen und dessen Karriere nacherleben beziehungsweise neu schreiben. Natürlich gibt es auch die altbekannten Spielmodi, die mitlerweile einen festen Teil der Serie ausmachen: Mit dabei sind zum Beispiel Head-to-Head, Madden Moments, Ultimate Team oder Team Play. Wer sich die Xbox 360–Version gekauft hat, der darf sich sogar über Kinect-Sprachsteuerung freuen und via Headset taktische Anweisungen auf das Spielfeld brüllen. Für die PlayStation 3 wurde dieses Feature leider nicht integriert.

Etwas erschlagen wird man von der Möglichkeit, jetzt auch alles über Facebook und Twitter mit seinen Freunden und Neidern zu teilen: Andauernd kann man Spielergebnisse posten oder nach Freunden für ein schnelles Spiel suchen. Für so ziemlich alles, was man offline spielen kann, gibt es auch einen Online-Modus, was heutzutage jedoch schon eher Pflicht als Kür ist, denn wir leben nun einmal in Zeiten des Internets. Ebenfalls zum guten Ton bei EA gehört es ja schon seit Jahren, dass die Kommentatoren immer wieder nervige Phrasen zum Besten geben und dabei nicht nur vielen auf die Nerven gehen, sondern während des Spiels auch ganz gerne mal irritieren. Erfahrene Spieler machen deshalb das Gefasel aus und genießen lieber die gut gelungene Atmosphäre im Stadion.

Fazit

Wie bereits am Anfang erwähnt wurde, erfindet NFL 13 das Rad nicht neu, sondern orientiert sich offenkundig am Vorgänger: Eine gute Spielatmosphäre, viele Spielmodi und eine aufpolierte Engine sorgen mit Sicherheit für viele Stunden Spaß an der heimischen Konsole. Die neuen Features und Veränderungen fügen sich sinnvoll in das Gebilde ein und lassen NLF 12 sozusagen wie vom letzten Jahr wirken. Doch genau das ist auch der wohl größte Kritikpunkt: NFL 13 wirkt eher wie ein großes Update und nicht wie ein neues Spiel. Sollte man sich den Titel also kaufen, wenn man bereits den Vorgänger besitzt? Nun, das muss jeder für sich selbst entscheiden, doch falsch macht man mit dem Kauf auf gar keinen Fall etwas, denn hier bekommt man ein wirklich gutes Spiel mit einigen, kleineren Schwächen geboten.