Der Coming Out Simulator 2014

Coming Out Simulator 2014

Was gibt es nicht alles für Simulatoren. Wir können das Landleben simulieren, wir können uns selbst als Lokführer simulieren und wir können das (äußerst realistische) Leben einer Ziege simulieren. Im Grunde kann man sagen, dass es für alle möglichen Lebenslagen und Situationen einen entsprechenden Simulator gibt. Mit dem Coming Out Simulator 2014, einem semi-autobiografischen Projekt von Nicky Case, gibt es nun sogar ein kleines Programm, das im Groben zeigt, mit welchen Problemen sich Jugendliche herumschlagen müssen, die nicht heterosexuell sind und nicht unbedingt die tolerantesten Eltern haben.

Es dauert keine 20 Minuten, den Plot ein Mal durchzuspielen, von daher habt ihr überhaupt keine Ausrede, genau das nicht zu tun. Dabei spielt es auch keine Rolle, welche Sexualität ihr selbst habt. Los, spielt es!

Nintendos Post-E3-Event aus der Sicht eines Gelegenheitsspielers

Post-E3-Event

Ich stell mich mal kurz vor: Ich bin Johannes und seit 2013 stolzer Besitzer meiner ersten Spielekonsole. Da musste natürlich ein Kracher her, klar – die Wii U. Eine Konsole, die auf den ersten Blick in der Grafik versagt und zu Beginn keiner so recht weiß, warum man einen zweiten Bildschirm auf einem GamePad benötigt. Auf den zweiten Blick stellt es sich allerdings als kleines Schätzchen heraus. Gerade das besondere Gameplay überzeugt.

Meinen ersten Auftritt in der Nintendo-Pressewelt hatte ich in einer Podcast-E3-Nachbesprechung, als ich Kirby als „langweiligen rosa Ball” beleidigte. Es ist halt nicht einfach, manche Charaktere zu verstehen, wenn die eigene Spielewelt aus Brettspielen und iOS-Puzzlespielen besteht. Kennt ihr Candy Crush? Naja, egal.

So. Warum liest du diesen Kommentar? Achja, richtig – da stand etwas mit Post-E3-Event von Nintendo in der Überschrift und über Neuerungen will man ja jetzt alles wissen. Also: Ich, neu in der Welt von Nintendo… (klar hab ich vorher schon mal bei anderen auf der Wii Tennis gespielt). Also neu in der Nintendowelt wurde ich von GameFusion zum Post-Event mitgeschleift.

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[Preview] Yoshi’s Woolly World

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Seit der Ankündigung von Yoshi’s Woolly World (damals noch unter dem Arbeitstitel Yarn Yoshi) auf der E3 im letzten Jahr hat man von diesem Titel nicht mehr viel gehört. Gar nichts, um genau zu sein. Umso glücklicher war der Ausdruck auf meinem Gesicht, als im Rahmen des Digital Events von Nintendo auf der diesjährigen E3 endlich neues Material gezeigt wurde.

Wer damals Kirby und das magische Garn gespielt hat, hat vermutlich direkt ein Bild vor Augen, wie ein Yoshi-Ableger dieses Konzepts aussehen könnte. Dieses Bild muss man jetzt nur noch ordentlich aufhübschen, auf HD-Optik bringen und noch mal einen ordentlichen Eimer Cuteness darüber ausschütten. Dann kommt man einigermaßen an das heran, was Yoshi’s Woolly World ist, inklusive mehr Spielereien und einem höheren Schwierigkeitsgrad.

Wer von beiden Spielen noch nie etwas gehört hat, stellt sich einfach Yoshi’s Island vor und verwandelt alle Figuren und die Umgebung in Objekte aus Wollfäden. Das klingt nicht nur unglaublich süß, das ist es auch. Von diesem Konzept wird natürlich auch vernünftig Gebrauch gemacht. Gegner können verschluckt und dann als Wollknäuel hinten ausgeschieden als Wurfgeschoss gegen andere Gegner, die sich nicht so einfach schlucken lassen, verwendet werden. Manche Gegner werden auch mit der Wolle eingewickelt und damit unbeweglich gemacht, damit man sie dann zum Beispiel mit einem gekonnten Sprung vernichten kann. Die guten alten Eier sind diesmal also nicht vertreten. Wer die bunten Wollkugeln richtig einsetzt, kann beispielsweise Plattformen, die vorher keinen Boden hatten, mit Wolle umspannen und sie so auch endlich als solche benutzen.

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Auch mit dem Rest der Umgebung kann viel interagiert werden. Häufig müssen an bestimmten Stellen Fäden gezogen werden, damit sich neue Wege eröffnen. Das macht Yoshi dann ganz easy mit seiner multifunktionalen Zunge. Dabei gibt es wieder unzählige Geheimnisse zu lüften und Items einzusammeln. Beispielsweise sind in jedem Level fünf der fröhlichen Blumengesichter sowie drei besondere Wollbündel zu finden. Das alleine erhöht auf jeden Fall schon mal den Schwierigkeitsgrad, zumindest wenn man zu den Leuten gehört, die immer alle Level zu 100% durchspielen möchten.

Aber auch so soll laut Aussage von Nintendo Yoshi’s Woolly World deutlich schwieriger werden als zum Beispiel Kirby und das magische Garn. In den spielbaren Demo-Leveln habe ich persönlich nicht ganz so viel davon gemerkt. Trotzdem machten die Level sehr viel Spaß. Dazu muss vielleicht gesagt werden, dass wir die Level im Multiplayer gespielt haben, was ebenfalls eine Neuerung ist. Zu zweit ist man hier deutlich flexibler unterwegs. Der Partner kann zum Beispiel verschluckt und dann selbst als Wollgeschoss an schwierig zu erreichende Orte befördert werden.

Optisch ist Yoshi’s Woolly World sicher einer der interessanteren Titel. Man kann gar nicht anders, als diesen Woll-Look in HD-Optik einfach nur zuckersüß zu finden und sich auf der Stelle darin zu verlieben. In Sachen bunter HD-Grafik macht Nintendo vermutlich niemand so schnell etwas vor. Zum Glück versorgt uns Nintendo dieses Jahr noch mit einigem an Software, sonst wäre es wohl unerträglich, dass der Titel erst 2015 erscheinen wird.

Herzlichen Dank an Nintendo für die Einladung zum Post-E3-Event nach Frankfurt.

[Preview] Captain Toad: Treasure Tracker

captaintoadOffenbar liest man bei Nintendo fleißig GameFusion. In meinem Review zu Super Mario 3D World habe ich noch gesagt, dass es dieses Minispiel-Konzept durchaus verdient hätte, als eigenständiges Spiel veröffentlicht zu werden. Und siehe da, auf der nächsten E3 kündigen sie es schon an. Liebe Grüße an alle Mitlesenden von Nintendo.

Wie schon in Super Mario 3D World muss unser kleiner Toad wieder in verschiedenen Level kleine Kristalle einsammeln und das Ziel erreichen. Das Problem: Der süße Toad hat nicht unbedingt die coolsten Moves drauf und kann im Grunde eigentlich nur laufen und etwas schneller laufen. So muss er sich nun, nachdem man sich mit Hilfe des rechten Analog-Stick einen Überblick über das Level verschafft hat, seinen Weg durch die Level bahnen, die hier natürlich wesentlich anspruchsvoller sind als damals noch in Minispiel-Form für zwischendurch. Man sollte sich übrigens ständig umschauen, da gewisse Wege und Items überhaupt erst nur dann sichtbar werden, wenn man das Level aus einer bestimmten Perspektive betrachtet.  Man muss nicht nur erst mal die richtigen Wege ausfindig machen, sondern sich auch vor allerhand Gegner an Acht nehmen. Sogar große Gegner, die fast schon an Bosse aus The Legend of Zelda erinnern, sind offenbar dabei.

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Irgendwie ist es erstaunlich, dass dieses Spiel so unterhaltsam ist, obwohl Toad wie gesagt nicht so viel drauf hat. Immerhin kann er aber zwischendurch Gebrauch von Items machen (beispielsweise einer Hacke), von erhöhten Plattformen auf Gegner springen und sie so vernichten, oder an Pflanzen ziehen, um zum Beispiel Münzen zu sammeln. In einem der gezeigten Level fährt Toad auch in einer Lore (Yeah, Loren-Level! <3) und man muss sich mit Hilfe des GamePad umschauen, um Kristalle und Münzen ausfindig zu machen. Diese müssen dann durch Werfen von Gemüse eingesammelt werden. Und wenn in Geisterleveln die Boos Jagd auf Toad machen, kann er sie mit der Lampe auf seinem Kopf erstarren lassen. Also ist unser Toad vielleicht doch gar nicht so talentbefreit, wie es zunächst den Anschein macht.

Wenn die vorhanden Level einen realistischen Eindruck über die Vielfalt der unterschiedlichen Stages im Spiel geben, steht uns da wirklich wieder eine Kreativitäts-Bombe bevor. Aber von Nintendo ist man ja auch kaum etwas Anderes gewöhnt.

Leider konnten wir auf dem Event auch nur die vier Level anspielen, die bereits im Rahmen der E3 ausführlich gezeigt worden sind. Wie viele Level es im fertigen Spiel insgesamt geben wird, dazu wollte man uns noch keinerlei Angaben machen. Glücklicherweise soll Captain Toad: Treasure Tracker schon Ende des Jahres erscheinen. Hashtag DayOneBuy.

Herzlichen Dank an Nintendo für die Einladung zum Post-E3-Event nach Frankfurt.

[Preview] Super Smash Bros. for Nintendo 3DS & Wii U

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Allein die Tatsche, dass ein Super Smash Bros. für einen Handheld erscheint, ist doch schon Kaufgrund genug. Das war der Gedanke, bevor ich Super Smash Bros. for Nintendo 3DS zum ersten Mal selbst anzocken durfte, und mein Eindruck hat sich bestätigt.

Zwar hatte ich anfangs etwas mit der Steuerung zu kämpfen, es könnte aber durchaus sein, dass dies nur daran lag, dass ich länger keinen Teil der Serie gespielt habe. Denn im Grunde unterscheidet sich der 3DS-Ableger in Sachen Steuerung kaum von der gewohnt guten Steuerung auf den Heimkonsolen. Wie immer ist also alles vermutlich eine Sache der Gewohnheit.

Super Smash Bros. bietet neben den normalen Kampfmodus auch noch den Smash-Run. Dieser ist auf der etwas später erscheinenden Wii-U-Version nicht dabei und besteht aus folgendem Konzept: Mit einem Charakter seiner Wahl streift man zunächst fünf Minuten lang durch einen Dungeon, metzelt dabei allerhand Gegner ab und sammelt kleine und große Icons ein, die gewisse Statuswerte verbessern wie zum Beispiel die Kraft des Angriffs. Je größer das Icon ist, umso mehr wird der Wert verbessert. Nach Ablauf der fünf Minuten tritt man dann in einer Arena gegen drei andere Charaktere aus dem Smash Bros.-Universum an und versucht natürlich, als Letzter übrig zu bleiben. In der vorhandenen Demo-Version konnten wir hier zwar nur gegen Computer-Gegner antreten, dennoch machte der Smash-Run einen absolut unterhaltsamen Eindruck und ist mit Sicherheit bestens geeignet, um beispielsweise Zug- oder Busfahrten alleine zu überbrücken.

Im normalen Kampfmodus konnten wir dann sehr wohl zu viert gegeneinander zocken. Das Prinzip des Kampfes bei Smash Bros. ist natürlich den meisten bekannt, dennoch erläutere ich es einmal kurz. Bis zu vier Spieler liefern sich auf einer frei wählbaren Stage einen erbitterten Kampf auf Leben und Tod. Die Einstellungen, wie viele Leben jeder besitzt oder welche Items wie häufig erscheinen sollen, sind frei konfigurierbar. Mit jedem Treffer, den man einsteckt, erhöht sich die Prozentanzeige auf dem unteren Bildschirm. Je höher nun der Wert eines Spielers ist, desto leichter ist er aus der Stage zu befördern, was nötig ist, um ihm ein Leben abzuziehen. Dabei helfen einem auch allerhand Items.

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Während Super Smash Bros. for Nintendo 3DS am 3. Oktober erscheint, dauert es bis zur Wii-U-Version noch bis zum Weihnachtsgeschäft. Hier ist dann zwar kein Smash-Run vorhanden, aber als Ausgleich erlebt man nun spannende Kämpfe mit seinen Lieblingscharakteren in wundervollem HD. Die Steuerung ging hier im Gegensatz zur 3DS-Version direkt fast wie von selbst und man fühlt sich als Fan und Kenner der Serie direkt zu Hause. Herz. Ich habe das Spiel übrigens mit dem Wii U Pro Controller gespielt und kann nicht aus erster Hand sagen, wie es sich mit dem GamePad spielt. Laut anderer Meinungen vor Ort läuft es hier aber genau so smooth.

In der hier gespielten Demo-Version konnten wir noch keine Amiibos benutzen. Künftig wird es aber möglich sein, sich durch diese kleinen Figürchen, die auf das NFC-Feld des GamePad gestellt werden und dann im Spiel erscheinen, Unterstützung zu sichern. Die amiibos sollen spätestens pünktlich zum Start von Super Smash Bros. for Wii U erscheinen und zwischen 10 und 15 Euro kosten.

Herzlichen Dank an Nintendo für die Einladung zum Post-E3-Event nach Frankfurt.

[Preview] Splatoon

Splatoon

Was wurden wir nicht alle überrascht, als Nintendo im Rahmen des Digital Events während der E3 plötzlich die brandneue IP vorstellte. Man war wohl sehr erfreut darüber, dass der Titel nicht im Vorfeld bekannt wurde, so wurde es zumindest im Treehouse-Stream deutlich. Auf den Namen Splatoon hört der neue Tinten-Shooter für die Wii U aus dem Hause Nintendo, der uns im Jahr 2015 beglücken soll.

Ein Shooter von Nintendo ist sicherlich keine Alltäglichkeit. Umso interessanter, dass man sich auf diesem Gebiet gleich mit einer neuen IP versucht. Doch Splatoon ist kein gewöhnlicher Shooter, das steht schon mal fest. In einem 4-gegen-4-Match treten die beiden Teams gegeneinander an und versuchen sowohl, möglichst viel Fläche der Map mit ihrer eigenen Tinte zu bespritzen, als auch die Gegner damit abzuschießen. Beides geht hinterher in die Wertung mit ein.

Dabei können sich die einzelnen Spieler in Tintenfische verwandeln und in dieser Form durch die Tinte ihrer eigenen Farbe schwimmen. So bleibt man einerseits unerkannt und kann sich beispielsweise an Gegner heranschleichen, andererseits hat man so auch die Möglichkeit, sich bei entsprechender Färbung der Map in hoher Geschwindigkeit von A nach B zu begeben. Durch Sprünge wird diese Art der Fortbewegung noch effektiver. Schwimmt man dabei aus Versehen, in die Tinte des gegnerischen Teams taucht man allerdings wieder auf und ist somit natürlich auch wieder für alle sichtbar. Um dann voranzukommen, empfiehlt es sich beispielsweise, die gegnerische Tinte einfach durch seine eigene zu ersetzen und seinen Weg dann fortzusetzen.

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Nach kurzer Eingewöhnungszeit hat man die Steuerung komplett verinnerlicht. Man kann sich sowohl mit dem rechten Analogstick umsehen, als auch die Bewegungssteuerung des GamePad verwenden. Am besten ist jedoch die Mischung aus beidem; Analogstick für das Umsehen nach rechts und links, Bewegung des GamePad für das Hoch- und Runterschauen.

Was unterscheidet Splatoon nun von anderen Shootern? Der wichtigste Punkt ist wohl der, dass es nicht nur auf das Abknallen der Gegner ankommt. Man kann das Spiel durchaus auch noch herumreißen, wenn man denn genug Areal mit seiner Tinte farblich gekennzeichnet hat.

Wir haben Splatoon bei Nintendo mit acht Spielern auf acht Fernsehern gezockt. Informationen dazu, wie ein lokaler Multiplayer später wirklich aussehen wird, welche Controller unterstützt werden und so weiter, konnte man uns leider noch nicht geben. Das Spiel erscheine schließlich erst im nächsten Jahr, da sei es für solche Informationen noch etwas früh. Insgesamt muss man sagen, dass wir nicht viel mehr gesehen haben, als auf der E3 zu sehen war. Aber immerhin hatten wir die Möglichkeit, den Titel schon mal selbst anzuzocken und ich muss sagen: Es macht einfach verdammt viel Laune! Die Partien sind extrem spaßig und kurzweilig und auch für jeden interessant, der mit klassischen Shootern sonst gar nichts anfangen kann.

Die Mitarbeiter von Nintendo in Frankfurt waren von Splatoon auch alle sichtlich angetan. Und damit meine ich nicht die Art von angetan, die sie ja alle sein müssen, weil sie für Nintendo arbeiten, sondern die ganz ehrliche Art, so wie es auch von den Mitarbeitern des Treehouse während der E3-Livestreams vermittelt wurde. Ich sage Splatoon eine tolle Zukunft voraus und kann den Release kaum abwarten. Die Vollversion wird sicherlich noch mal um ein Vielfaches besser als die Demo-Version, die wir hier angespielt haben.

Herzlichen Dank an Nintendo für die Einladung zum Post-E3-Event nach Frankfurt.

Sony? Microsoft? Der wahre Gewinner der E3

Fils-A-Mech

Hach ja, alle Jahre wieder. Wie jedes Jahr findet die Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles statt.

Auch diesmal gab es wieder fünf große Pressekonferenzen. Electronic Arts, Ubisoft, Microsoft, Sony und Nintendo, wobei Nintendo keine PK abgehalten, sondern ein “Digital Event” gestreamt hat. Und wie immer stellt man sich die Frage: Wer hatte den besten Auftritt? Wer hat gewonnen? Definitiv nicht Sony, Microsoft, Ubisoft oder EA. Sondern Nintendo.

Aber warum Nintendo?

Das Digital Event war für mich ein Auf und Ab, angefangen mit einem Reggie-Clip aus Robot Chicken, gefolgt von einem Kampf zwischen Reggie und Iwata. Es wurde nicht viel herumgeredet wie zum Beispiel bei Microsoft oder Konsorten. Ein Spiel nach dem anderen wurde abgehandelt. Angefangen bei Super Smash Bros. 4 für den 3DS und die Wii U, gefolgt von dem zuckersüßen Yoshis Woolly World, dem geistigen Nachfolger von Kirby’s Epic Yarn, welches so zuckersüß ist, dass ich Diabetes bekomme (im guten Sinne).

Danach lieferte Nintendo erneut Fan-Service vom feinsten mit Captain Toad: Treasure Tracker. Ein eigenes Spiel zu dem (wirklich guten) Minispiel aus dem fantastischen Super Mario 3D World.

Ausblendung, Aonuma erscheint, hinter ihm ein wundervolles Setpiece zu The Legend Of Zelda U. Und mit wundervoll meine ich umwerfend. Satte grüne Wiesen, riesige Welt und blauer Himmel.
Eine klare Abwendung von dem sonst so monotonen Blau-Orange-Grau-Braun-Fetisch der aktuellen Spielwelt.

Nun sah man einen Jungen, direkt danach Pokemon Omega Ruby & Alpha Sapphire Gameplay. Ich kann es kaum erwarten, Hoenn in 3D zu erleben, nach all den Jahren. Mein liebstes Pokemon Spiel in 3D!

Die für mich letzten Highlights waren ganz klar Bayonetta 2, Splatoon und Xenoblade Chronicles X. Ohne Nintendo gäbe es kein Bayonetta 2 und es wird blutig. Praktisch Metal Gear Rising Revengeance 2, nur als Bayonetta. Und das Schöne: Fan-Service! Bayonetta 1 gibt’s gratis dazu! In 1080p und 60FPS, inklusive Nintendo-Kostümen.

Und Splatoon? Ein 3rd-Person-Ink-Shooter. Ja, richtig gelesen: Ink. Es treten auf einer kleinen Karte zwei Teams bestehend aus je vier Spielern an. Das Ziel? Die Karte in der Farbe des Teams zu bespritzen. Klingt langweilig, oder? Gäbe es da nicht das Squid-Feature! (Oh Gott, das ist so japanisch!) Man taucht als Tintenfisch in die Tinte ein, wartet auf Gegner, welche einen dann nicht sehen können, überwindet mit Hochgeschwindigkeit Distanzen, füllt seine Tinte auf oder springt über Rampen.

Zu guter Letzt das uns bis jetzt nur als “X” bekannte Xenoblade Chronicles X. Ein JRPG mit westlichen Elementen, geht das? Natürlich! Schöne Setpieces, interessante Geschichte, fantastisches Monsterdesign, Day-Night-Circle, welcher einen Einfluss auf das Monsterverhalten hat, und Mechs. MECHS!

Achja, einen Star Fox Wii U “Teaser” gab es auch.

Wer es verpasst hat, kann das Digital Event HIER nachholen. Wer ist euer Gewinner? Und warum? Ich gehe nun weiter das Nintendo Treehouse E3 Event gucken und lasse euch mit diesen Fragen alleine.

Cheerio!

Die Causa Watch_Dogs

Watch-Dogs-Logo

Was erlauben Ubisoft? Da veröffentlichen sie übermorgen ihre neue IP Watch_Dogs und tun bereits so, als sei es eine zu 100% etablierte Marke und jeder könne direkt etwas mit dem Namen des Protagonisten anfangen. Aiden Pearce heißt der Gute übrigens. Ubisoft haut zum Release diverse Special Editions raus. Es sind sogar so viele, dass man sich nicht nur fragt, ob Ubisoft eventuell den Schuss nicht gehört hat, nein, ich schäme mich auch etwas, dass ich mich im letzten Artikel noch über die zwei (!) Special Editions von Mario Kart 8 beschwert habe. Immerhin wird es einem hier nicht leicht gemacht, für welche Version man sich entscheiden soll. Mit Watch_Dogs haben potentielle Käufer nun aber tatsächlich die Wahl zwischen neun unterschiedlichen Versionen plus Season Pass. Davon sind aber nicht alle in Europa erhältlich. Eine kleine Übersicht liefert folgende Tabelle.

watch-dogs-preordersSpätestens, wenn man eine riesige Tabelle herausbringen muss, um verständlich zu machen, welche Editionen es gibt und was sie beinhalten, müsste mir doch der Gedanke kommen, ob das alles nicht etwas zu viel des Guten ist. Einige der Inhalte sind bereits als DLC gekennzeichnet. Und das, noch bevor der Titel überhaupt erschienen ist. Ubisoft setzt also jetzt schon alles daran, diese neue IP so auszumelken, bis nichts mehr geht. Konsumentenfreundlich geht sicher anders.

Mit diesem Titel haben wir ja, obwohl er wie gesagt noch gar nicht veröffentlicht ist, schon die ein oder andere Achterbahnfahrt erlebt. Als der Titel auf der E3 2012 vollkommen aus dem Nichts angekündigt wurde, waren die Massen erst mal begeistert. Sollte es Ubisoft tatsächlich schaffen, uns aus dem Gaming-Alltag voller einfallsloser Egoshooter herauszuholen? Der Titel kam auf besagter E3 sicherlich auch deshalb so gut an, weil im Vorfeld nichts darüber bekannt war und er einfach überrascht hat.

In grandioser Grafik präsentierte man damals das Spiel und die Leute fragten sich, ob das denn wohl schon ein Titel für die Next-Gen ist. Wie sich wenig später herausstellte, wurde die Demo auf einem PC gezeigt. Die Frage, ob das Spiel auf Heimkonsolen auch so gut aussehen würde, war also durchaus berechtigt. Mittlerweile haben wir (erst durch Leaks, nun auch durch Reviews) erfahren, dass Watch_Dogs grafisch nicht ganz so viel hermacht, wie es uns vor zwei Jahren in Los Angeles gezeigt wurde. Aber Grafik ist ja nicht alles.

Der kleine Grafikschwindel addiert sich jedoch zu der Sache mit der Wii U. Erst war gar nicht klar, ob das Spiel überhaupt für Nintendos Heimkonsole erscheint. Nachdem das dann aber bestätigt wurde, waren erst mal alle glücklich. Dann wurde das Spiel auf den 27. Mai verschoben und irgendwann stellte sich auch noch heraus, dass die Wii-U-Version von Watch_Dogs nicht zeitgleich mit den anderen Versionen erscheinen wird, sondern wohl erst gegen Ende des Jahres. Als Nintendo-Fan und Unterstützer der Wii U hat mich das ehrlich gesagt hart getroffen. Und Nintendo sicherlich auch, immerhin verliert man hier eine Menge Erstkäufer eines großen Third-Party-Titels an die Konkurrenz. Viele werden wohl keine Lust haben, für ein sechs Monate altes Spiel noch mal den vollen Preis zu bezahlen, wenn sie es auf anderen Plattformen bereits um einiges günstiger bekommen können.

Auf der kommenden E3 nächsten Monat wird Ubisoft übrigens keine neuen Titel für Konsolen von Nintendo vorstellen. Damit ist Watch_Dogs vorerst das einzige Spiel, das Ubisoft für ein Nintendo-System in der Pipeline hat. Ich bin sehr gespannt, ob Ubisoft darüber hinaus noch als Third-Party-Hersteller für Nintendo entwickelt. Mit ZombiU hatte Ubisoft einen starken Launch-Titel für die Wii U, der sich leider nicht so gut verkauft hat, wie er es verdient gehabt hätte, ähnlich wie Rayman Legends. Das liegt natürlich auch an den insgesamt sehr schwachen Verkaufszahlen der Wii U. Aber die werden ja nächste Woche mit dem Launch von Mario Kart 8 stark ansteigen.

Zwar ist bei mir der Hype nicht mehr so groß wie noch am Anfang, trotzdem bin ich an Watch_Dogs immer noch sehr interessiert. Selbst wenn die Grafik nicht so geil sein sollte, wie anfangs erwartet, finde ich die im Spiel gegebenen Möglichkeiten spannend genug, um den Titel zocken zu wollen. Sofern ich mich bis dahin zurückhalten kann und Watch_Dogs für die Wii U nicht gestrichen wird, werde ich auf ebendiese Version warten, schon alleine aus Prinzip. Ich hoffe ja, dass viele Leute mitmachen und man so zusammen zeigen kann, dass es sich für Ubisoft durchaus lohnt, die Wii U zu unterstützen.