68: Nintendos Post-E3-Event

Unser Timboy war in den heiligen Hallen Nintendos in Frankfurt unterwegs, um die neuesten Titel anzuspielen. Welche Abenteuer er dort erlebt hat und ob es ihm gelungen ist, die Handynummer eines süßen Kollegen klarzumachen, erfahrt ihr vielleicht in diesem Podcast.

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[Review] Poochy & Yoshi’s Woolly World

Entwickler: Good-Feel Inc.
Publisher: Nintendo
Plattform: Nintendo 3DS
Release: 3. Februar 2017
Das Spiel wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Kamek ist das, was man landläufig eine Bitch nennt. Ein zwielichtiger Hexer auf einem Besen, der sich der Gefolgschaft Bowsers angeschlo- Moment, eine kurze Google-Suche ergibt, dass jemand schon mal eine Yoshi-Review so angefangen hat. Und zwar unser lieber Patrick, anno 2015. Heute geht’s zwar um Yoshi’s Woolly World, allerdings um den 3DS-Port Poochy & Yoshi’s Woolly World. Da wir hier schon über das Original berichtet haben, gehen wir an dieser Stelle hauptsächlich auf die Unterschiede ein.

Welche unterschiedlichen Maschen gibt es zwischen Wii-U- und 3DS-Version?

Wie man schon annimmt, ist der 3DS bei Weitem nicht so stark wie die Wii U, dementsprechend sind die Texturen nicht so scharf wie bei dem großen Bruder. Dafür hat die 3DS-Version aber einen 3D-Effekt spendiert bekommen, der zwar schon ganz nett aussieht, aber ich persönlich spiele lieber ohne 3D.

Ein kompletter Neuzugang ist der Handarbeitsmodus, in dem man seinen eigenen Yoshi designen kann. Entweder mit vorgefertigten Mustern, die man im Laufe der Story freischaltet oder aber komplett frei nach der eigenen Fantasie. Da ich in Sachen Design eine ziemlich Nulpe bin, habe ich einfach meine Freundin dazu bewegt, mir einen supersüßen Yoshi zu “stricken”. Jetzt kann ich per Streetpass meinen Yoshi an die ganze Welt verteilen, damit er sein großes Herz an alle weitergibt. Denn auch die Streetpass-Funktion ist neu.

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[Review] NieR: Automata

Entwickler: Platinum Games
Publisher: Square Enix
Plattform: PlayStation 4 (Testplattform), PC
Release: 7. März 2017 (PlayStation 4), 17. März 2017 (PC)

Wir müssen sterben, um Götter zu werden

Es gibt Menschen, die auf die Frage „Wie konsumierst du Ramen?“ mit „Ich zerkleinere den Nudelblock mit einem gezielten Handkantenschlag, schiebe ihn mir in den Mund, trinke einen Liter kochendes Wasser und schnupfe danach das Gewürzpulver mit einem Tausend-Yen-Schein“ antworten würden. Yoko Taro ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine dieser Personen.

Der japanische Video Game Director ist einer der Punk-Rock-Stars der fernöstlichen Videospielindustrie. Ein Mann, der die Lore vor das Polishing stellt. Ein Mann, der unperfekte Spiele bevorzugt, so lange sie etwas zu sagen haben. Ein Mann, der die Ereignisse rund um 9/11 als Inspiration für ein Spiel genommen hat, welches gleichzeitig die kanonische Fortsetzung von Drakengards Joke-Endings ist. Ein Mann, der für sein neuestes Werk ein Theaterstück namens „YoRHa“ schrieb, um die Vorgeschichte zu Nier: Automata zu erzählen.

Sowohl sein Drakengard-Franchise als auch Nier waren Nischentitel in Reinkultur, denen finanzieller Erfolg und positive Kritikerwertungen verwehrt blieben. Nichtsdestotrotz hat sich über die Jahre eine treue Fangemeinde gebildet, die seine Spiele trotz ihrer Mängel in den höchsten Tönen lobt – vielleicht oder gerade weil sie Ausnahmewerke sind.

In Anbetracht Taros holpriger Vergangenheit in der Industrie ist es keine Selbstverständlichkeit, dass wir sieben Jahre nach Nier in den Geschmack von Nier: Automata gekommen sind. Yosuke Saito, Executive Producer bei Square Enix, der unter anderem an Dragon Quest X und XI arbeitete, wollte unbedingt ein Spiel mit Yoko Taro entwickeln und drohte der Firma, sie zu verlassen, sollte ihm dieser Wunsch nicht erfüllt werden. Square Enix sagte leicht widerwillig – unter der Bedingung, dass der neue Titel unbedingt qualitativ hochwertiger als Taros vergangene Werke sein müsse – zu. Glücklicherweise haben sich Platinum Games, die ihre Expertise bereits mit Titeln wie Bayonetta und Metal Gear Rising: Revengeance unter Beweis gestellt haben, angeboten, Nier: Automata zu entwickeln – nicht zuletzt, weil sie große Fans des Originals waren.

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[Review] Vanquish

Entwickler: Platinum Games
Publisher: SEGA
Plattform: Xbox 360, Playstation 3, PC (Testplattform)
Release: 19. Oktober 2010 (Konsolen), 25. Mai 2017 (PC)
Das Spiel wurde uns von der GameStar zur Verfügung gestellt.

Es gibt so eine Reihe von Spielen, die spätestens seit ihrem Release, wenn nicht gar schon weit vorher, primär aus einem bestimmten Grund thematisiert werden. The Last of Us und Uncharted gehören dazu, ebenso Red Dead Redemption, und viele weitere Titel, die alle ein Merkmal verbindet: es gibt keine PC-Version von ihnen. Vor allem jene nicht eben kleine Gruppe von Spielern, die sich eher mit einer glühenden Stricknadel ihre Hardware-Spezifikationen in den Oberkörper einkerben ließen, bevor sie sich eine Konsole zulegen, fordert lautstark und mit beeindruckender Beharrlichkeit einen Port, der aber nie kommt.

Nie? Oh, doch. Da hat SEGA neuerdings nämlich ein Wörtchen mitzureden. Erst im April beschenkten sie die verdutzte Spielerschaft mit der Wiederveröffentlichung des ersten Bayonetta, auf Konsolen immerhin schon sieben Jahre alt. Träume können wahr werden. Die Fans reagierten mit großer Dankbarkeit und riefen in grenzenloser Zufriedenheit: “Nice. Aber jetzt bitte noch Vanquish!” Ja, Vanquish. Das “andere” Platinum-Spiel von 2010. Der Kult-Shooter, über den wir alle wussten, dass wir ihn unbedingt mal hätten gespielt gehabt haben sollen.

Ob Platinum nach der Einstellung von Scalebound auf diese Weise daran erinnern wollten, dass sie’s draufhaben, oder ob jemand bei SEGA einfach gemerkt hat, wie kinderleicht es sein kann, Geld zu verdienen – auch dieser Wunsch wurde erfüllt. Noch größer war der Jubel, denn speziell mit dem Genre der Shooter tut sich ein großer Teil der Community auf Konsolen bis heute schwer.

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Kein Shooter! Kein Half Life!


“Das heimliche Half Life 3!” – Caspar von Au, Süddeutsche Zeitung
“It’s like Half Life and System Shock had a baby!” – Robert Jones, T3.com
“Ein Shooter wie Half Life!” – GameStar

Half Life Half Life Half Life.
So geht also Videospieljournalismus heutzutage. Verkaufen statt Verstehen. Vor zwei Tagen erschien das Prey-Reboot von Arkane Studios und Bethesda Softworks für PC, Xbox One und Playstation 4. Endlich. Gott sei Dank. Die Vorberichterstattung war schon längst unerträglich geworden.

In allen Elektrofachmärkten, GameStops und wahrscheinlich inzwischen auch in eurem eigenen Elternhaus (geht lieber mal nachschauen!) dürfen wir seit Monaten auf großen Plakaten jenen mittlerweile legendären Satz der GameStar lesen, demzufolge Prey ein Shooter und Valves Debütwerk von 1998 sehr ähnlich sei.

Diese Marketinglüge, denn nichts anderes ist dieser Satz, hat sich für Bethesda also auf jeden Fall gelohnt. Ob es nun um “die coolsten Waffen seit Half Life” ging, ob angeblich “die Mimics wie die Headcrabs in Half Life” funktionierten oder man “wie in Half Life einen Wissenschaftler mit Werkzeug als Waffe” bedient – kein anderes Gaming-Magazin hat sich mit so viel Hingabe und Energie darum bemüht, die Gleichung “Prey = Half Life” in sämtliche Köpfe einzustricken, wie die Münchner Kollegen.

Wer jetzt, nach Release, die Steam-Reviews liest, stößt immer und immer wieder auf dieselbe Auffassung. Und auch allerlei andere Plattformen nutzen gerne und häufig den so öffentlichkeitswirksamen und gut verkäuflichen Vergleich zu GabeN’s Jahrhundertspiel.

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Mario Kart 8 Deluxe

Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Plattform: Nintendo Switch
Release: 28. April 2017
Das Spiel wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Artikel schreibe ich für gewöhnlich, weil es mir Spaß macht. Dieser Text hier macht mir zu schreiben keinen Spaß.
…Moment, falscher Film! Das war meine Pokémon-Eröffnung! Entschuldigt bitte.
Also nochmal von vorn.

Artikel schreibe ich für gewöhnlich, weil es mir Spaß macht. Dieser Text hier macht mir zu schreiben zwar DURCHAUS Spaß (jetzt stimmt’s!), aber leicht ist es nicht.

Die Mario-Kart-Reihe wird im August stolze 25 Jahre alt. Bevor wir ein verdientes “Happy Birthday” für diesen wahrscheinlich wichtigsten Konsolen-Fun-Racer der Geschichte anstimmen, einen Strauß Feuerblumen überreichen und gemeinsam eine Goldpilzsuppe essen, landet er in seiner jüngsten Ausprägung aber noch einmal auf dem Rezensententisch.

Spiel Numero 8, seit 2014 einer der Systemseller der Wii U, soll nun auch der neuesten Nintendo-Schöpfung Switch als Kaufargument dienen – für Erstkunden ebenso wie für jene, die auf dem Vorgängergerät bereits in den Genuss des fantastischen Rennspiels gekommen sind. Denn die Switch-Neuauflage von Mario Kart 8 ist keine reine Portierung: sie bringt neben allen DLC-Inhalten der Wii-U-Variante auch einen ganzen Schwung technischer und spielerischer Neuerungen mit und verleiht sich selbst daher folgerichtig das Prädikat “Deluxe”.

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