Sommer, Sonne, Tryharden – Playstation Masters Summer 2017

Vor kurzem habe ich eine Nachricht vom guten Pierre Magel (@pmpiri), den ich bei den ESL-Wintermeisterschaften 2015 kennenlernen durfte, bekommen, in der er mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, am 29. und 30. Juli zu den Playstation Masters Summer 2017 nach Krefeld in die TakeTV Bar zu kommen. Da ich für Sony sowie kompetitives Spielen immer zu haben bin, sagte ich selbstverständlich zu. Gespielt wurden Fifa 17, Rocket League und theoretisch auch Rainbox Six: Siege. Warum theoretisch? Dazu gleich etwas mehr.

Wem das Konzept der Veranstaltung, gerade in Hinblick auf die Vergangenheit der Playstation, bekannt vorkommt, liegt gar nicht mal so falsch. Alle ab 20 Jahren unter euch erinnern sich vielleicht noch an die Playstation Liga. Bereits in den frühen Zweitausendern wurden Titel wie Fifa, Burnout oder Socom auf großen Turnieren gespielt. Zu den Hochzeiten waren sogar Promis anwesend; unter anderem bekochte Rainer Calmund die Spieler. Stellt es euch vor. Rainer Calmund! Nach dem die ursprünglichen Offline-Turniere, auch Playstation Masters genannt, abgeschafft wurden und auch das Feuer der “alten” Playstation langsam verglühte, rief man die neuen Playstation Masters wie Phönix aus der eSports-Asche ins Leben, um kompetitives Gaming auf Sony-Konsolen zu alter Stärke zurückzubringen.

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[Review] NieR: Automata

Entwickler: Platinum Games
Publisher: Square Enix
Plattform: PlayStation 4 (Testplattform), PC
Release: 7. März 2017 (PlayStation 4), 17. März 2017 (PC)

Wir müssen sterben, um Götter zu werden

Es gibt Menschen, die auf die Frage „Wie konsumierst du Ramen?“ mit „Ich zerkleinere den Nudelblock mit einem gezielten Handkantenschlag, schiebe ihn mir in den Mund, trinke einen Liter kochendes Wasser und schnupfe danach das Gewürzpulver mit einem Tausend-Yen-Schein“ antworten würden. Yoko Taro ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine dieser Personen.

Der japanische Video Game Director ist einer der Punk-Rock-Stars der fernöstlichen Videospielindustrie. Ein Mann, der die Lore vor das Polishing stellt. Ein Mann, der unperfekte Spiele bevorzugt, so lange sie etwas zu sagen haben. Ein Mann, der die Ereignisse rund um 9/11 als Inspiration für ein Spiel genommen hat, welches gleichzeitig die kanonische Fortsetzung von Drakengards Joke-Endings ist. Ein Mann, der für sein neuestes Werk ein Theaterstück namens „YoRHa“ schrieb, um die Vorgeschichte zu Nier: Automata zu erzählen.

Sowohl sein Drakengard-Franchise als auch Nier waren Nischentitel in Reinkultur, denen finanzieller Erfolg und positive Kritikerwertungen verwehrt blieben. Nichtsdestotrotz hat sich über die Jahre eine treue Fangemeinde gebildet, die seine Spiele trotz ihrer Mängel in den höchsten Tönen lobt – vielleicht oder gerade weil sie Ausnahmewerke sind.

In Anbetracht Taros holpriger Vergangenheit in der Industrie ist es keine Selbstverständlichkeit, dass wir sieben Jahre nach Nier in den Geschmack von Nier: Automata gekommen sind. Yosuke Saito, Executive Producer bei Square Enix, der unter anderem an Dragon Quest X und XI arbeitete, wollte unbedingt ein Spiel mit Yoko Taro entwickeln und drohte der Firma, sie zu verlassen, sollte ihm dieser Wunsch nicht erfüllt werden. Square Enix sagte leicht widerwillig – unter der Bedingung, dass der neue Titel unbedingt qualitativ hochwertiger als Taros vergangene Werke sein müsse – zu. Glücklicherweise haben sich Platinum Games, die ihre Expertise bereits mit Titeln wie Bayonetta und Metal Gear Rising: Revengeance unter Beweis gestellt haben, angeboten, Nier: Automata zu entwickeln – nicht zuletzt, weil sie große Fans des Originals waren.

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