Verloren im Nintendo-Tower: Max und Patti auf dem Post-E3-Event

Einladungen von Nintendo nimmt man ja grundsätzlich gerne an. Also haben Max und ich uns auf den Weg nach Frankfurt gemacht, um ein paar der kommenden Titel anzuzocken. Nachdem ich es aus Staugründen leider nicht rechtzeitig nach Köln geschafft hatte und wir so unseren Fernbus verpasst haben, sind wir also mit dem Auto gefahren. Da Max aber für beste Unterhaltung gesorgt hat (Danke, Spotify!), verging die Zeit wie im Flug. Und das, obwohl wir im Auto saßen.

Nintendo Sitzecke

Wie hoch das Nintendo-Gebäude in Frankfurt genau ist, weiß ich nicht. Es hat aber mindestens 15 Stockwerke. Warum ich mir da so sicher bin? Nun ja. Die Aufzüge sind etwas merkwürdig. Es gibt weder außen noch innen irgendwelche Knöpfe, mit denen sich der Aufzug hätte rufen lassen, und so sind wir einfach einem Mann gefolgt, der gerade einen der Aufzüge betrat. Eigentlich wollten wir in den zweiten Stock, doch der Aufzug machte nicht eher Halt, ehe er im 15. Stock angekommen war. Der fremde Mann verschwand hinter einer Glastür und war seitdem nie wieder gesehen.

Nintendos Post-E3-Event aus der Sicht eines Gelegenheitsspielers

Post-E3-Event

Ich stell mich mal kurz vor: Ich bin Johannes und seit 2013 stolzer Besitzer meiner ersten Spielekonsole. Da musste natürlich ein Kracher her, klar – die Wii U. Eine Konsole, die auf den ersten Blick in der Grafik versagt und zu Beginn keiner so recht weiß, warum man einen zweiten Bildschirm auf einem GamePad benötigt. Auf den zweiten Blick stellt es sich allerdings als kleines Schätzchen heraus. Gerade das besondere Gameplay überzeugt.

Meinen ersten Auftritt in der Nintendo-Pressewelt hatte ich in einer Podcast-E3-Nachbesprechung, als ich Kirby als „langweiligen rosa Ball” beleidigte. Es ist halt nicht einfach, manche Charaktere zu verstehen, wenn die eigene Spielewelt aus Brettspielen und iOS-Puzzlespielen besteht. Kennt ihr Candy Crush? Naja, egal.

So. Warum liest du diesen Kommentar? Achja, richtig – da stand etwas mit Post-E3-Event von Nintendo in der Überschrift und über Neuerungen will man ja jetzt alles wissen. Also: Ich, neu in der Welt von Nintendo… (klar hab ich vorher schon mal bei anderen auf der Wii Tennis gespielt). Also neu in der Nintendowelt wurde ich von GameFusion zum Post-Event mitgeschleift.

[Preview] Yoshi’s Woolly World

Yoshis-Woolly-World

Seit der Ankündigung von Yoshi’s Woolly World (damals noch unter dem Arbeitstitel Yarn Yoshi) auf der E3 im letzten Jahr hat man von diesem Titel nicht mehr viel gehört. Gar nichts, um genau zu sein. Umso glücklicher war der Ausdruck auf meinem Gesicht, als im Rahmen des Digital Events von Nintendo auf der diesjährigen E3 endlich neues Material gezeigt wurde.

Wer damals Kirby und das magische Garn gespielt hat, hat vermutlich direkt ein Bild vor Augen, wie ein Yoshi-Ableger dieses Konzepts aussehen könnte. Dieses Bild muss man jetzt nur noch ordentlich aufhübschen, auf HD-Optik bringen und noch mal einen ordentlichen Eimer Cuteness darüber ausschütten. Dann kommt man einigermaßen an das heran, was Yoshi’s Woolly World ist, inklusive mehr Spielereien und einem höheren Schwierigkeitsgrad.

Wer von beiden Spielen noch nie etwas gehört hat, stellt sich einfach Yoshi’s Island vor und verwandelt alle Figuren und die Umgebung in Objekte aus Wollfäden. Das klingt nicht nur unglaublich süß, das ist es auch. Von diesem Konzept wird natürlich auch vernünftig Gebrauch gemacht. Gegner können verschluckt und dann als Wollknäuel hinten ausgeschieden als Wurfgeschoss gegen andere Gegner, die sich nicht so einfach schlucken lassen, verwendet werden. Manche Gegner werden auch mit der Wolle eingewickelt und damit unbeweglich gemacht, damit man sie dann zum Beispiel mit einem gekonnten Sprung vernichten kann. Die guten alten Eier sind diesmal also nicht vertreten. Wer die bunten Wollkugeln richtig einsetzt, kann beispielsweise Plattformen, die vorher keinen Boden hatten, mit Wolle umspannen und sie so auch endlich als solche benutzen.

yoshis-woolly-world-boss

Auch mit dem Rest der Umgebung kann viel interagiert werden. Häufig müssen an bestimmten Stellen Fäden gezogen werden, damit sich neue Wege eröffnen. Das macht Yoshi dann ganz easy mit seiner multifunktionalen Zunge. Dabei gibt es wieder unzählige Geheimnisse zu lüften und Items einzusammeln. Beispielsweise sind in jedem Level fünf der fröhlichen Blumengesichter sowie drei besondere Wollbündel zu finden. Das alleine erhöht auf jeden Fall schon mal den Schwierigkeitsgrad, zumindest wenn man zu den Leuten gehört, die immer alle Level zu 100% durchspielen möchten.

Aber auch so soll laut Aussage von Nintendo Yoshi’s Woolly World deutlich schwieriger werden als zum Beispiel Kirby und das magische Garn. In den spielbaren Demo-Leveln habe ich persönlich nicht ganz so viel davon gemerkt. Trotzdem machten die Level sehr viel Spaß. Dazu muss vielleicht gesagt werden, dass wir die Level im Multiplayer gespielt haben, was ebenfalls eine Neuerung ist. Zu zweit ist man hier deutlich flexibler unterwegs. Der Partner kann zum Beispiel verschluckt und dann selbst als Wollgeschoss an schwierig zu erreichende Orte befördert werden.

Optisch ist Yoshi’s Woolly World sicher einer der interessanteren Titel. Man kann gar nicht anders, als diesen Woll-Look in HD-Optik einfach nur zuckersüß zu finden und sich auf der Stelle darin zu verlieben. In Sachen bunter HD-Grafik macht Nintendo vermutlich niemand so schnell etwas vor. Zum Glück versorgt uns Nintendo dieses Jahr noch mit einigem an Software, sonst wäre es wohl unerträglich, dass der Titel erst 2015 erscheinen wird.

Herzlichen Dank an Nintendo für die Einladung zum Post-E3-Event nach Frankfurt.