[Review] Teslagrad

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Rain Games ist ein noch ziemlich junges Entwicklerstudio aus Norwegen. Ihr erstes Projekt – Minute Mayhem – haben sie zugunsten von Teslagrad vorerst auf Eis gelegt. Dieser Titel ist nun vor kurzem im eShop der Wii U erschienen und nimmt den Spieler mit auf eine Reise durch ein wunderschönes, handgemaltes altes Europa im Steampunk-Look.

In Teslagrad, einem 2D-Platformer, spielt man einen kleinen Jungen, der von zu Hause fortgeschickt wird und von nun an vor den rot gekleideten Männern fliehen muss. Sein Weg führt ihn zunächst über die Dächer des Dorfes. Dabei trotzt er mutig dem dauerhaft niederprasselnden Regen, der dem Titel eine wunderbare Melancholie verschafft. Nach einigen Minuten erreicht unser Held ein Schloss, das man so an dieser Stelle erst mal gar nicht erwartet hätte.

[Review] Super Smash Bros. for Nintendo 3DS

Super_Smash_Bros._3DS-logo

 

Zusammen mit dem Wii-U-Ableger, der hoffentlich Ende des Jahres erscheint, stellt Super Smash Bros. for Nintendo 3DS den vierten Ableger der Serie dar. Praktisch, dass sich das „for“ im Titel genauso ausspricht wie das englische Wort für vier.

Bei dieser Reihe handelt es sich um ein Prügelspiel in klassischem 2D. Allerhand bekannte Charaktere, die meisten natürlich im Nintendo-Universum beheimatet, geben sich hier ordentlich eins auf die Mütze. Nun zum allerersten Mal auch auf einem Handheld, da die Vorgänger allesamt für Heimkonsolen erschienen sind. Alleine der Gedanke daran, Smash Bros. nun auch unterwegs zocken zu können, ist bei vielen vermutlich für eine Kaufentscheidung verantwortlich.

Im Gegensatz zu anderen Kampfspielen, in denen man versucht, die Lebensanzeige des Gegners auf 0 zu bringen, ist es in Smash Bros. das Ziel, die Schadensanzeige des Gegners, die in Prozent angegeben wird, möglichst hochzuprügeln. Je größer der Schaden ist, desto leichter fliegt man nach einem Treffer aus der Arena und verliert ein Leben.

Riesige Kämpferauswahl

So ein Titel steht und fällt natürlich mit der Auswahl der verfügbaren Charaktere und deren Fähigkeiten. Von Anfang an steht dem Spieler eine riesige Auswahl von 36 Charakteren plus Mii zur Verfügung. 13 weitere Charaktere sind freischaltbar. Wenn bestimmte Events getriggert werden (zum Beispiel eine gewisse Spielzeit oder Anzahl bestimmter Kämpfe), erscheint der neue Charakter, den man nun zunächst einmal besiegen muss, bevor er künftig als Kämpfer ausgewählt werden kann. 15 der auftauchenden Charaktere haben hier ihren ersten Auftritt in einem Smash-Bros.-Teil. Nintendo findet momentan ja durchaus Gefallen an DLC, weshalb es keine Überraschung wäre, wenn in Zukunft weitere Figuren ihren Weg in Smash Bros. finden. Neue Stages gibt es natürlich auch freizuspielen.

[Review] Hyrule Warriors

Hyrule Warriors Logo

Vor der Ankündigung von Hyrule Warriors hatte ich den Namen Dynasty Warriors zwar schon mal gehört, mich aber nie weiter mit dieser Serie, auf der das ganze beruht, beschäftigt. Ich wusste also nicht wirklich, was mich da genau erwarten würde, beziehungsweise war erst mal auf die Trailer angewiesen, die Nintendo zu dem Titel veröffentlicht hat. Schon damals kam in mir die Vermutung auf, dass mich Hyrule Warriors wohl relativ schnell langweilen würde. War es doch offenbar Hauptbestandteil des Spiels, sich durch riesige Massen von Gegnergruppen zu kämpfen, und das über längere Zeiträume hinweg. Aber natürlich bin ich fair und habe auch diesem Spiel eine Chance gegeben.

Der Heldenmodus. Hyrule ist mal wieder in Gefahr. Eine riesige Welle fieser Gegner nähert sich dem Königreich und Prinzessin Zelda ist dementsprechend besorgt. Sofort wagt sie sich in den Kampf. Doch unser guter alter Link wäre nicht Link, wenn er ihr nicht tapfer zur Seite stünde. Dafür kann man dann auch ruhig meine seine Trainingseinheit ausfallen lassen. Und schon befinden wir uns mitten ins unserem ersten Gemetzel. Wer lernen die Grundlagen der Steuerung und was all die Anzeigen auf dem Bildschirm zu bedeuten haben. Anfangs noch erträglich werden die eingeblendeten Sprechblasen im Verlauf des Spiels ganz schön verwirrend. Man muss am besten lernen, welche Informationen wichtig sind und welche getrost ignoriert werden können. Nach der ersten Schlacht ist Prinzessin Zelda erst mal wie vom Erdboden verschluckt, was neben den Gegnerhorden natürlich einen weiteren Sorgenherd darstellt. Das ist ein Ansatz für eine spannende Geschichte, leider wird diese Spannung nicht bis zum Ende des Spiels aufrechterhalten.

[Review] Lightning Returns: Final Fantasy XIII

FF13 Lightning Returns

Lightning kehrt erneut zurück und bestreitet dieses Mal ihr eigenes Abenteuer.

FF13: Lightning Returns startet mit dem Ende der Welt, Lightning erwacht aus ihrem Kristallschlaf und ist in göttlicher Mission unterwegs. Sie hat 13 Tage Zeit, um so viele Seelen wie nur möglich zu sammeln, damit diese in der neuen Welt wiedergeboren werden. Als Gegenleistung bekommt sie ihre verloren geglaubte Schwester Serah wieder.

Das Spiel startet mit Tag eins und sechs Tagen in Petto. Zusätzliche Tage bekommt man, indem man dem Baum Yggdrasil seine „Glorien“, also gute Taten und erlöste Seelen darbietet oder Bossgegner niederstreckt. Ziel ist es so, die Zeit auf 13 Tage zu strecken, um so viele Menschen wie möglich zu retten, da sonst die heilige Mission scheitert und Bhunivelze die Welt früher enden lässt. Dabei bereist unsere Heldin Lightning eine offene Welt namens Nova Chrysalia, welche in vier unterschiedliche Areale aufgeteilt ist.

Dort wäre Luxerion, eine höchst religiöse Stadt; Yusnaan, welche dem Schutzherren Snow Villiers, dem letzten L’Cie der Welt untersteht und dauerhaft das Ende der Welt zelebriert; die Wildlande, reine Natur, bevölkert von Chocobos, Mogrys und einigen Menschen. Zu guter Letzt die klagenden Dünen, eine mysteriöse Wüste, in welcher ein wertvoller Schatz liegen soll. Jeder Ort erzählt dabei seine eigene kleine Geschichte. Die Zeit ist hierbei ein wichtiger Indikator, da viele Quests auf Zeit laufen, einige Areale nur in einer bestimmten Zeitspanne betreten und verlassen werden können oder bestimmte Dinge nur zu einem bestimmten Zeitpunkt auftauchen.

Das “Final Fantasy 13”-Franchise ist für neue Ansätze bekannt, solche sind natürlich auch in Final Fantasy 13: Lightning Returns vertreten. Als Erstes wäre dort das neue Kampfsystem, in welchem man unsere Protagonistin Lightning direkt in Echtzeit und ohne ATB-Wartezeit steuert. Angriffe, sowie das Ausweichen/Blocken erfolgen per Knopfdruck und werden sofort ausgeführt, was gutes Timing und viel Übung erfordert. Das Leveling wurde komplett abgeschafft und durch Garnituren ersetzt. Für jede Situation und Spielstil gibt es die passende Klamotte. Ebenfalls gibt es nun ein Questsystem, welches leider fast ausschließlich aus Fetch und Kill Quests besteht. Abwechslung? Leider kaum vorhanden.

Charakterentwicklung ist praktisch non-existent. Lightning bleibt das ganze Spiel über ein emotionsloser Stein. Man könnte sie durch einen Ast ersetzen, weil er mehr Persönlichkeit als Lightning hätte. Wobei Lumina das genaue Gegenteil zu Lightning darstellt. Das zu Anfangs freche Gör lässt im späteren Spielverlauf immer mehr Einsicht in ihre recht komplexe und gut geschriebene Persönlichkeit.

Lightning Returns bietet eine abstruse Geschichte ohne jeglichen Zusammenhang. Die NPCs sind alle samt Statisten ohne jegliche Eigenarten. Das Questsystem zieht sich wie Kaugummi, da man keinen wirklichen Fortschritt bemerkt. Dazu sieht es nicht so gut aus wie seine Vorgänger und hat zumindest auf der Xbox 360 eine teils recht bescheidene Performance. Fans können damit warm werden, jedoch sollten Spieler, welche die Vorgänger nicht mochten, die Hände von Lightning Returns lassen.

Mich persönlich konnte es eine Zeit lang sehr begeistern, was leider durch das Questsystem schnell nachließ.