[Review] Hyrule Warriors

Hyrule Warriors Logo

Vor der Ankündigung von Hyrule Warriors hatte ich den Namen Dynasty Warriors zwar schon mal gehört, mich aber nie weiter mit dieser Serie, auf der das ganze beruht, beschäftigt. Ich wusste also nicht wirklich, was mich da genau erwarten würde, beziehungsweise war erst mal auf die Trailer angewiesen, die Nintendo zu dem Titel veröffentlicht hat. Schon damals kam in mir die Vermutung auf, dass mich Hyrule Warriors wohl relativ schnell langweilen würde. War es doch offenbar Hauptbestandteil des Spiels, sich durch riesige Massen von Gegnergruppen zu kämpfen, und das über längere Zeiträume hinweg. Aber natürlich bin ich fair und habe auch diesem Spiel eine Chance gegeben.

Der Heldenmodus. Hyrule ist mal wieder in Gefahr. Eine riesige Welle fieser Gegner nähert sich dem Königreich und Prinzessin Zelda ist dementsprechend besorgt. Sofort wagt sie sich in den Kampf. Doch unser guter alter Link wäre nicht Link, wenn er ihr nicht tapfer zur Seite stünde. Dafür kann man dann auch ruhig meine seine Trainingseinheit ausfallen lassen. Und schon befinden wir uns mitten ins unserem ersten Gemetzel. Wer lernen die Grundlagen der Steuerung und was all die Anzeigen auf dem Bildschirm zu bedeuten haben. Anfangs noch erträglich werden die eingeblendeten Sprechblasen im Verlauf des Spiels ganz schön verwirrend. Man muss am besten lernen, welche Informationen wichtig sind und welche getrost ignoriert werden können. Nach der ersten Schlacht ist Prinzessin Zelda erst mal wie vom Erdboden verschluckt, was neben den Gegnerhorden natürlich einen weiteren Sorgenherd darstellt. Das ist ein Ansatz für eine spannende Geschichte, leider wird diese Spannung nicht bis zum Ende des Spiels aufrechterhalten.

His body was ready: Reggie Fils-Aime stellt sich der #ALSIceBucketChallenge

Unser liebster Reggie Fils-Aime, seines Zeichens Präsident von Nintendo of America hat die Herausforderung zur ALS Ice Bucket Challenge angenommen. Zusammen mit einigen seiner Kollegen ließ er sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf schütten. Natürlich wurde das ganze filmisch festgehalten und so könnt ihr euch nun anschauen, wie tapfer Reggie die Herausforderung gemeistert hat. Neu nominiert wurde übrigens niemand.

PSN-Ausfall: BILD zitiert einen gelassenen Sony-Präsidenten

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Screenshot von BILDblog

Wie vielleicht einige von euch mitbekommen haben, hatte das PlayStation Network aufgrund eines Hacker-Angriffs mit einer längeren Downtime zu kämpfen. Mittlerweile ist das PSN wieder online und die geplanten Wartungsarbeiten, die eigentlich für heute angesetzt waren, werden demnächst durchgeführt.

Auch die BILD-Zeitung berichtete über den Ausfall des Netzwerks. Anbei zitierte man scheinbar den Twitter-Account vom Präsidenten von Sony Computer Entertainment, Kazuo Hirai.

Jetzt für die PlayStation 4 erhältlich: “PSN-Ausfall: Remastered”. Es ist ein Remake des klassischen PSN-Ausfalls von 2011, aber jetzt in wunderbaren 1080p und 60 Bildern pro Sekunde (Quelle)

Was man bei der BILD offenbar nicht bemerkt hat: Bei diesem Nutzer handelt es sich um einen Parodie-Account. Dass dies auch groß in der Bio des Accounts geschrieben steht, kümmerte den zuständigen Redakteur wenig.

Vorfreude auf Shovel Knight

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Da freut man sich fast ein ganzes Jahr auf die gamescom. Kurz bevor sie dann startet, ist der Hype am größten und ehe man sich versieht, ist die Messe auch schon wieder vorbei. Schade.

Für die Kollegen von Nintendo-Online.de war ich in diesem Jahr unter anderem auch gelegentlich im Business-Bereich unterwegs und durfte dort verschiedene Entwickler treffen, die ihre Spiele vorgestellt und unsere Fragen beantwortet haben. Einen besonders guten Eindruck hat dabei Shovel Knight von Yacht Club Games bei mir hinterlassen. Zwar ist der Titel bereits erhältlich, ein europäisches Erscheinungsdatum für die Wii U und den Nintendo 3DS steht allerdings noch aus und bisher war mein Interesse für Shovel Knight auch nicht allzu groß. Das hat sich durch die Präsentation des Entwicklers und das kleine Interview auf jeden Fall geändert. Ich könnte mir das Spiel jetzt schon spontan auf Steam herunterladen, werde aber bis zur Wii-U-Version warten, da das Spiel hier wirklich extrem hübsch aussieht und ich Nintendo-Plattformen unterstützen möchte.

Bei Shovel Knight handelt es sich um ein klassisches Jump’n’Run mit sehr einfachem aber nichtsdestoweniger sehr spaßigem Konzept. Der Protagonist des Spiels ist lediglich mit einer Schaufel bewaffnet (Daher der Name!) und kann mit dieser Schätze ausbuddeln, Gegner attackieren und auf ihr Dagobert-Duck-like durch die Gegend springen und so beispielsweise auch höher gelegene Orte erreichen. Eine kleine Energiekugel gehört übrigens auch zu den möglichen Angriffen. Große Einführungen in die Steuerung gibt es nicht; das Spiel bringt einem die Steuerung quasi durch den Levelaufbau bei.

Die einzelnen Level sind gespickt mit Gegnern, Bossen und versteckten Schätzen und Wegen, die es zu finden gilt, und wer es dabei knifflig mag, wird mit Shovel Knight offenbar gut bedient. Selbst habe ich den Titel wie gesagt noch nicht gezockt, aber durch Hörensagen weiß ich, dass das Spiel wohl stellenweise echt schwierig sein soll und es keine Seltenheit ist, für die ein oder andere Passage auch mal mehrere Anläufe zu benötigen. Wahlweise kann man sich das Spiel noch etwas schwieriger gestalten, indem man die in den Levels vorhandenen Checkpoints nicht als solche benutzt, sondern sie zerstört, um so an den Schatz zu kommen, den sie beherbergen. Wer also das Spiel wirklich zu 100% durchspielen und sämtliches Gold sammeln möchte, kommt an dieser Hürde ohnehin nicht vorbei.

Sean Velasco, der Designer von Shovel Knight, mit dem wir gesprochen haben, gehört übrigens zu den sympathischsten Menschen, auf die ich je das Vergnügen hatte, treffen zu dürfen. Das sagt zwar nichts über das Spiel aus, ist für mich aber nur ein weiterer Grund, den Titel dann auf jeden Fall für die Wii U und/oder den 3DS zu kaufen, wenn er erscheint. Dies soll übrigens Mitte bis Ende des kommenden Monats der Fall sein.

Hier könnt ihr euch noch das von Sean Velasco kommentierte Gameplay inklusive Interview anschauen:

Aperture Tag: The Paint Gun Testing Initiative

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„We do what we must, because we can.“

Unter diesem Motto schickt das Aperture Science Center ihre Testsubjekte unermüdlich durch immer neue Testkammern. Und jetzt auch in Farbe!

Mit Portal 2 hat Valve sicherlich seinen letzten großen Wurf gelandet, und mit der Perpetual Testing Initiative für einen nicht enden wollenden Strom an neuen Testkammern gesorgt. Das hält eine Community am leben, und dass diese bei allen Valve-Spielen extrem aktiv ist, hat man schon bei der kostenlosen HD-Version des Spiels Half Life mit dem Namen Black Mesa erfahren. Valve honoriert solchen Aufwand, indem sie die Modder bei ihrer Arbeit unterstützen, obwohl man Half Life immer noch gegen Geld erwerben kann.

Nun hat diese Modder-Community etwas Neues erschaffen. Eine Stand-Alone-Mod für Portal 2 mit dem Namen Aperture Tag: The Paint Gun Testing Initiative. 

In Aperture Tag wird einem erstmal die Portal Gun weggenommen. Es ist also ein Portal-Spiel ohne Portale. Doch man muss sich nicht mit nackten Fäusten durch die Kammern schlagen. Als Ersatz bekommt man eine Farbkanone, welche die aus Portal 2 bekannten Gels verschießt. Blaues Gel, um auf Flächen springen zu können und orangefarbenes Gel, um zu rennen. Es wurden also die Spielelemente vertauscht. Während man in Portal 2 mit der Portalkanone die Gels durchs Level manövrieren musste, kann man jetzt wie Jackson Pollock freizügig mit Farbe um sich schießen. Auf Portale muss man zwar nicht ganz verzichten, doch sind sie nur ein Level-Element und nur sehr statisch eingesetzt. So muss man nun durch geschicktes Verteilen von Farbflecken durch die Level springen und rennen. 

Doch ist nicht nur das Spielprinzip verändert worden, man bekommt auch noch eine neue Kampagne, in welcher einem der KI-Kern Nigel durch die Level begleitet. Auch der Soundtrack ist extra für diese Mod komponiert worden. Das Team dahinter besteht aus jungen Entwicklern, wobei der Jüngste erst 15 Jahre alt ist. Sie haben die Paintgun von Grund auf neu entwickelt, und, wie schon erwähnt, einen neuen Soundtrack und eine neue Story geschrieben.

Aperture Tag wird als eigenes Spiel auf Steam kostenpflichtig angeboten, doch muss man Portal 2 besitzen, um es spielen zu können. Das mag einem zunächst etwas komisch vorkommen, da erstens Mods selten Geld kosten und zweitens selten als eigens Spiel vertrieben werden. Doch wenn man sich anschaut, was in der Mod steckt, merkt man schnell, dass der Preis gerechtfertigt ist.

Trotzdem gibt es auch den ein oder anderen Kritikpunkt. So ist die Idee, Objekten mit Farben bestimmte physikalische Eigenschaften zuzuordnen, nicht ganz neu und wurde schon von anderen Spielen verwirklicht. Allerdings wurden diese Spiele wiederum ein Stück weit von Portal inspiriert, insoweit kann man diese Tatsache der Mod nachsehen. Zum anderen ist Aperture Tag nicht ganz so poliert wie Portal. Man merkt an einigen stellen, dass es halt doch nur eine Mod ist und gerade der Coop-Modus könnte nochmals eine Revision vertragen. Das sind aber nur kleine Mängel, die sicherlich mit der Zeit behoben werden.

Es lässt auch hoffen, dass Portal eine genau so fruchtbare Umgebung für Mods wird, wie es die Half-Life-Serie ist. Alles in allem ist Aperture Tag eine tolle Weiterentwicklung des Portal-Prinzips und kann mit vielen schicken Details aufwarten. Ein kleines Schmankerl also, das einem die Wartezeit auf Portal 3 (welches hoffentlich nicht dem Half-Life-3-Fluch anheim fällt) verkürzt.

Der Coming Out Simulator 2014

Coming Out Simulator 2014

Was gibt es nicht alles für Simulatoren. Wir können das Landleben simulieren, wir können uns selbst als Lokführer simulieren und wir können das (äußerst realistische) Leben einer Ziege simulieren. Im Grunde kann man sagen, dass es für alle möglichen Lebenslagen und Situationen einen entsprechenden Simulator gibt. Mit dem Coming Out Simulator 2014, einem semi-autobiografischen Projekt von Nicky Case, gibt es nun sogar ein kleines Programm, das im Groben zeigt, mit welchen Problemen sich Jugendliche herumschlagen müssen, die nicht heterosexuell sind und nicht unbedingt die tolerantesten Eltern haben.

Es dauert keine 20 Minuten, den Plot ein Mal durchzuspielen, von daher habt ihr überhaupt keine Ausrede, genau das nicht zu tun. Dabei spielt es auch keine Rolle, welche Sexualität ihr selbst habt. Los, spielt es!